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Lycos rechnet mit weiter sinkenden Preisen für DSL

Margen im DSL-Geschäft versprechen kaum Gewinne. Lycos will mit Online-Shopping und mehr Werbeeinnahmen punkten.

31.07.2005, 16:20 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Das Internetunternehmen Lycos Europe erwartet, dass die Preise für schnelle Internetzugänge weiter sinken werden. "Es würde mich wundern, wenn der Preisdruck nachlässt", sagte Lycos-Vorstandschef Christoph Mohn im Gespräch mit dem "Tagesspiegel" (Montagsausgabe).
Wegen der fallenden Preise und damit sinkenden Margen für die Anbieter seien die Internetzugänge derzeit "nicht das Geschäft, wo wir von hohen Renditen ausgehen können". Dennoch werde sich Lycos Europe weiter an dem Wettbewerb beteiligen. "Der Internetzugang ist für uns ein Produkt, das der Kundenbindung dient."
Umsatzwachstum durch mehr Werbung
Wachstum erwartet das Internetunternehmen, das in zehn Ländern Europas vertreten ist, aus anderen Geschäftsbereichen. "Eines unserer Wachstumsfelder ist Online-Shopping", sagte Mohn. "Der Markt wächst je nach Region in Europa um 20 bis 60 Prozent. Und wir wachsen schneller als der Markt." Mohn erwartet demnach auch, dass die Werbeumsätze wieder anziehen. Seit es in Deutschland einen einheitlichen Standard zum Zählen der Besucher auf Webseiten gebe, sei es für die Werbetreibenden einfacher zu ermitteln, wofür sie ihr Geld ausgeben. "Das wird dem Werbemarkt in Deutschland sehr helfen", sagte der Unternehmenschef. Er rechne daher mit einem "guten zweistelligen Wachstum".
Im Rahmen seines Kostensenkungsprogramms will Lycos Europe laut "Tagesspiegel" allerdings in diesem Jahr europaweit 200 Stellen abbauen. In Deutschland jedoch würden rund 50 neue Mitarbeiter eingestellt.

(Hayo Lücke)

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