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LKA Task-Force Internet zeigt Hacker-Tricks

Hessens Innenminister Volker Bouffier (CDU) hat zusammen mit dem Präsidenten des hessischen Landeskriminalamtes (LKA) Peter Raisch, die Arbeit der spezialisierten Ermittlergruppe präsentiert.

22.09.2009, 00:01 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Angesichts wachsender Internetkriminalität plädiert Hessens Innenminister Volker Bouffier (CDU) für einen verantwortungsbewussteren Umgang mit persönlichen Daten im Netz. "Kriminelle können unsere Spuren unter Milliarden von Daten verfolgen", sagte er am Montag in Wiesbaden. Gemeinsam mit Peter Raisch, Präsident des hessischen Landeskriminalamtes (LKA), präsentierte er die Arbeit der 2007 gegründeten Ermittlergruppe "Task-Force Internet", die Tätern im World Wide Web den Kampf angesagt hat.
Hacker-Angriff demonstriert
Die Bandbreite der kriminellen Machenschaften reicht von Kinderpornografie über Kreditkartenbetrug bis hin zu Mobbing im Internet. In der "Operation Himmel" gegen die Verbreitung von Kinderpornografie 2008 wurden allein in Hessen mehr als 1000 Verdächtige ermittelt. "Kinderpornografie im Internet ist ein Markt, keine Nische", sagte Raisch.
"Sie werden live miterleben, wie schnell ein Hacking-Angriff über die Bühne geht", kündigte der LKA-Präsident seinen Zuhörern an. Tatsächlich spielten die hessischen "Cybercops" selbst die Kriminellen und zeigten an einem nachgestellten Beispiel, wie einfach man sich in fremde Computersysteme einklinken kann.
Der Fall: Eine junge Frau fiel aus allen Wolken, als eines Tages die Polizei bei ihr auftauchte. Ein Mitbewohner in der Wohngemeinschaft hatte von ihrem Computer aus eine fremde Website gehackt und manipuliert. Datenklau komme vor allem dort vor, wo sich die Nutzer nicht ausreichend absichern, sagte Raisch.
Sicherheitsmaßnahmen schützen
Vor allem soziale Netzwerke wie StudiVZ oder Facebook böten Kriminellen eine ideale Plattform, um an persönliche Daten zu gelangen. "Wir müssen im Zeitalter von Web 2.0 mehr darauf achten, was wir von uns preisgeben", sagte Bouffier. Gerade Jugendliche würden im Internet immer öfter zu Opfern.
Sicherheitsmaßnahmen seien der beste Wege, um Angriffe von Internet-Tätern zu verhindern. Dazu gehören die Nutzung einer Anti-Viren-Software und die Einrichtung von Firewalls zur Abschirmung des Computers durch Schutzprogramme.

(Michael Posdziech)

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