News

Linux-Multimedia-Box von der Uni Saarbrücken

17.02.2003, 13:21 Uhr
CeBIT© CeBIT

Windows als Multimediamaschine hat ausgedient – zumindest wenn es nach den Informatikern der Universität Saarbrücken geht. Dort wird im Moment an einer Linux-basierten Middleware für Multimedia-Boxen gearbeitet, die als Open-Source-Software frei für jedermann sein soll.
Sinn macht die Software zum Beispiel als Set-Top-Box für den Fernseher – mittels TV oder DVB-Karte könnte die Box dann als digitaler Videorekorder, DVD-Player, Audiocenter oder CD-Grabber verwendet werden. Dabei kann die Software aus Saarbrücken jederzeit durch Plugins und Applikationen erweitert werden. Auch andere Geräte im Netz sollen in Zukunft angesprochen werden können – so könnte man sich zum Beispiel einen Fileserver im Keller vorstellen, auf dem alle Daten gelagert werden und dessen Festplatten ruhig laut sein dürfen.
Multimediabox auf der CeBIT
Auch an der entsprechenden Hardware wird in Saarbrücken gebastelt – eine ganze Multimedia-Box soll bereits auf die Software aufsetzen. Dabei ist neben der TV-Karte und den üblichen Hardwarekomponenten auch externe Hardware schon vorgesehen. So soll die Box mit einem Infrarotempfänger steuerbar sein und neben dem On-Screen-Display auch ein kleines LCD-Display ansteuern können – Musikgenuss und Titelauswahl also auch ohne den Fernseher anzuschalten.
Die Multimedia-Middleware steht mit einer Open-Source-Lizenz in der Version 0.1.1 auf den Seiten des Fachbereichs Informatik der Uni-Saarbrücken zum Download bereit. Die komplette Box soll auch auf der CeBIT vorgestellt werden – am Forschungsstand des Saarlandes in Halle 11 (Stand A25).

(Sven Wagenhöfer)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang