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Linux-Gemeinde: Zeig den Code, Microsoft!

Immer wieder wird von Microsoft behauptet, die Linux-Gemeinde habe Urheberrechte verletzt. Die Linux-Anhänger fordern nun: "Zeigt uns den gestohlenen Code endlich!"

27.02.2007, 08:13 Uhr
Microsoft© Microsoft

Microsoft-Chef Steve Ballmer wird nicht müde, immer wieder gegen Linux zu wettern. Dabei hat er auch behauptet, dass das Open-Source-Betriebssystem gegen Urheberrechte und Patente von Microsoft verstoße und Quellcode von Microsoft-Produkten enthalte. Der Linux-Gemeinde wurden die Vorwürfe nun zu bunt: Im Internet fordern sie Ballmer auf, die Quellen für diese Aussage zugänglich zu machen.
Offener Brief an Steve Ballmer
Unter der eindeutigen Internetadresse www.showusthecode.com fordert die Linux-Gemeinde Microsoft auf, bis zum ersten Mai diesen Jahres die angeblich von Microsoft gestohlenen Stellen im Linux-Sourcecode offen zu legen. Nur so könne die Entwicklergemeinde entsprechenden Code entfernen oder durch offenen Quellcode ersetzen und ein für allemal mit den Anfeindungen seitens Microsoft abschließen.
"Mitglieder der Linux-Community möchten Ihren Code nicht. Wir wollen keine Prozesse führen. Wie wollen keinen unfreien Code. Und am allerwenigsten, auch wenn Ihnen das nicht passen wird, möchten wir Microsofts Code haben." Klare Worte auf der Website, die sich als offener Brief an Steve Ballmer richten. Die Website ruft danach alle Software-Entwickler auf, Microsoft gegebenenfalls bei der Suche nach gestohlenem Code im Linux-Quelltext zu unterstützen, damit entsprechende Stellen gegebenenfalls abgeändert werden können.
Öffentlichen Druck erzeugen
Sollte sich Microsoft hingegen bis zum Stichtag nicht zu den Vorwürfen äußern, sei das ein Eingeständnis, dass der Software-Konzern samt seines Chefs Ballmer mit diesen Behauptungen nichts weiter als heiße Luft produziert habe. Auf diese Weise möchte die Linux-Gemeinde Microsoft unter öffentlichen Druck setzen und dafür sorgen, dass Microsoft nicht weiter auf Rufmord-Kampagnen setzen kann, die der Linux-Gemeinde die Verletzung von Urheberrechten vorwerfen.

(Christian Rentrop)

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