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Lidl muss Mobilfunk-Discount-Pläne begraben

Keiner der vier deutschen Netzbetreiber mochte die Preisvorstellungen des Lebensmittel-Discounters erfüllen.

16.03.2006, 13:16 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa wird es bei Lidl auf absehbare Zeit wohl keinen eigenen Mobilfunktarif geben. Schon Mitte Dezember hatte es geheißen, dass die Verhandlungen für Lidl äußerst schwierig verlaufen, nun scheinen die Gespräche nach Angaben aus Branchenkreisen gescheitert.
Lidl-Vorstellungen nicht umsetzbar
Wie die dpa weiter berichtet, habe Lidl Preisvorstellungen vorgelegt, die keiner der vier deutschen Netzbetreiber erfüllen wollte. Vermutlich stand bei den Managern des Discounters auf dem Plan, den Wettbewerber Aldi im Minutenpreis zu unterbieten, um ein echtes Konkurrenzprodukt anbieten zu können. Aldi konnte mit seinem Tarif "Aldi Talk" seit Marktstart dank günstigen Minutenpreisen, die deutlich unter dem am Markt üblichen Niveau liegen, vermutlich weit über 200.000 Kunden gewinnen.
Aus Branchenkreisen sei zu vernehmen, dass Lidl von den Netzbetreibern einen Preisabschlag verlangt habe, der unter den Konditionen gelegen hätte, der Aldi gewährt wird. Das hätten aber alle vier Netzbetreiber abgelehnt. Lidl mochte sich zu den angeblich gescheiterten Verhandlungen nicht äußern.
Alle Details zu den Angeboten der einzelnen Mobilfunk-Discounter können Sie in unserem umfangreichen Special nachlesen.

(Hayo Lücke)

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