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LibreOffice 4.0: Neue Version der Office-Alternative veröffentlicht

Die Stiftung "The Document Foundation" hat eine neue Version der Open-Source-Suite LibreOffice veröffentlicht. Ausgabe 4.0 bringt etliche Neuerungen und Verbesserungen bei Funktionen, Bedienung und Performance.

08.02.2013, 14:00 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Mit Office 2013 versucht Microsoft, alte und neue Kunden für ein geändertes Vertriebsmodell zu begeistern. Statt die Büro-Suite zum Preis ab 139 Euro pro PC zu kaufen, lässt sich das Paket nun im Rahmen eines Abo-Modells inklusive fünf Lizenzen ebenfalls ab 99 Euro pro Jahr mieten. Während sich der Windows-Konzern so zusätzliche Einnahmen erhofft, sind die unzähligen Funktionen der nicht ganz billigen Microsoft-Programme für viele Heimanwender reichlich überdimensioniert. In diese Kerbe schlagen seit Jahren die Anbieter von Open-Source-Lösungen. Eines der dynamischsten Projekte in diesem Bereich ist das von ehemaligen OpenOffice-Entwicklern aus der Taufe gehobene LibreOffice. Fast auf den Tag genau nach der finalen Erstveröffentlichung vor zwei Jahren ist die freie und kostenlose Office-Alternative nun in einer neuen Version erhältlich.

Schlankerer Code mit neuen Funktionen

LibreOffice 4.0 ist laut der herausgebenden Stiftung "The Document Foundation" die erste Ausgabe, mit der die ursprünglich von der Community gesteckten Ziele umgesetzt werden konnten. Demnach verfügt die aktuelle Ausführung unter anderem über eine schlankere Codebasis, innerhalb derer mehrere Millionen Codezeilen geändert und hinzugefügt sowie veraltete Tools, Methoden und Bibliotheken ersetzt worden sind. Neben Fehlerkorrekturen wurden zudem etliche Funktionen überarbeitet; auch die Interoperabilität mit DOCX- beziehungsweise RTF-Dokumenten soll verbessert worden sein. So ist es nun unter anderem möglich, handschriftliche Notizen zu importieren oder Anmerkungen zu Textbereichen zu machen.

Auch lassen sich erstmals Dateien importieren, die mit Microsoft Publisher erstellt wurden oder eigene Kopf- beziehungsweise Fußzeilen für die erste Seite eines Writer-Dokumentes ohne separate Seitenvorlage definieren. Weitere Optimierungen finden sich etwa in der Benutzeroberfläche, die sich erstmals mit Firefox-Themes individuell anpassen lässt und unter Mac OS X das Unity-Konzept beziehungsweise den Vollbildmodus unterstützt, sowie in Sachen Bedienung und Performance. Letzteres soll sich etwa beim Laden und Speichern zahlreicher Dokumenttypen bemerkbar machen, insbesondere bei großen ODS- und XLSX-Tabellen und RTF-Dateien.

Als zusätzliches Extra gibt es zudem ab sofort eine Fernbedienungs-App für Android-Smartphones, mit der Impress-Präsentationen via Bluetooth gesteuert werden können – derzeit funktioniert dies allerdings ausschließlich in einigen Linux-Versionen. Eine vollständige Übersicht aller Neuerungen ist unter libreoffice.org zugänglich. Dort finden sich auch die jeweiligen Download-Pakete für Windows, Linux und Mac OS X.

(Christian Wolf)

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