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Liberty Global auf dem Weg zum Giganten - Auch Ono aus Spanien steht auf der Übernahmeliste

Die Telekombranche bleibt im Fusionsfieber: Presseberichten zufolge könnte ein Bieterstreit um den spanischen Kabelnetzbetreiber Ono beginnen. Neben der britischen Vodafone wirft nun auch der US-Konzern Liberty Global seinen Hut in den Ring.

29.01.2014, 10:43 Uhr (Quelle: DPA)
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Die Telekombranche bleibt im Fusionsfieber: Presseberichten zufolge könnte ein Bieterstreit um den spanischen Kabelnetzbetreiber Ono beginnen. Neben der britischen Vodafone wirft nun auch der US-Konzern Liberty Global seinen Hut in den Ring, berichteten "Financial Times" und "Wall Street Journal" am Mittwoch. Inklusive Schulden könnte das Geschäft 7 Milliarden Euro schwer werden. Die Gespräche seien aber noch in einem frühen Stadium. Die betroffenen Unternehmen wollten sich nicht äußern.

Vodafone stach Liberty Global bereits aus

Die Übernahme von Kabelnetzbetreibern liegt derzeit im Trend. Mobilfunker wie Vodafone können ihren Kunden so Festnetz, Mobilfunk, Breitband und Fernsehen aus einer Hand anbieten, ohne Milliarden in den Ausbau des eigenen Netzes stecken zu müssen. Im Herbst stach Vodafone Liberty Global bei der Übernahme des Kabelnetzbereibers Kabel Deutschland aus.

Dafür kam der US-Kabelkonzern, hinter dem der US-Milliardär John Malone steht, jüngst beim niederländischen Konkurrenten Ziggo zum Zug. In der Branche wird beiden Konzernen zudem ein Interesse an dem italienischen Breitbandanbieter Fastweb nachgesagt. Analysten zufolge haben Vodafone und Liberty Global seit 2011 über 45 Milliarden Euro in die Übernahme europäischer Kabel- und Festnetzbetreiber gesteckt. Spanien sei nun der nächste große Markt, auf dem die zwei aufeinander treffen.

Ono gehört mehreren Finanzinvestoren, die parallel zu einem Verkauf auch einen Börsengang prüfen. Das Unternehmen hatte 2012 einen Jahresumsatz von 1,6 Milliarden Euro und rund 700 000 Kunden.

(Hayo Lücke)

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