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LG: Sparkurs ohne Stellenabbau

Der koreanische Elektronikkonzern rechnet mit einem Umsatzrückgang von 20 Prozent und will über zwei Milliarden Dollar einsparen. Entlassungen sind noch nicht geplant.

09.02.2009, 18:09 Uhr
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Die weltweite Wirtschaftskrise macht der gesamten Elektronikindustrie schwer zu schaffen. So kündigten Ende Januar mehrere japanische Konzerne zum Teil drastische Stellenstreichungen an. Soweit will das koreanische Unternehmen LG Electronics noch nicht gehen.
2,2 Milliarden Doller einsparen
Der Hersteller von Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen und Haushaltsgeräten rechnet laut einem Bericht der Agentur "Reuters" mit einem Umsatzrückgang von rund 20 Prozent. Um den Auswirkungen der Krise entgegenzuwirken, plant LG Einsparungen in Höhe von 2,2 Milliarden Dollar. Entlassungen seien allerdings bislang nicht vorgesehen, so Firmenchef Yong Nam am Montag, könnten für die Zukunft aber nicht mehr ausgeschlossen werden. Streichungen bei den rund 82.000 Beschäftigten wären kein leichter Schritt und LG werde dies nur als letzten Ausweg in Betracht ziehen.
In der Unternehmenskultur in Südkorea sind Entlassungen im großen Stil eine Seltenheit. Dort versuchen die Firmen ihre Mitarbeiterzahl, wenn unbedingt nötig, durch Abfindungen oder das nicht Neubesetzen freiwerdenden Stellen zu verringern.
Japanische Konzerne wie etwa Sony oder Hitachi haben wegen ähnlicher wirtschaftlicher Probleme bereits umfangreiche Umstrukturierungsmaßnahmen und Entlassungen geplant. So stehen beispielsweise beim Elektronikriesen Sony weltweit nahezu 16.000 Jobs zur Disposition.

(Michael Posdziech)

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