Rote Zahlen

LG: Smartphone-Geschäft sorgt weiter für Verluste

Smartphones blieben für LG auch im dritten Quartal 2019 ein Verlustbringer. Die Konkurrenz auf dem umkämpften und schrumpfenden Markt ist hart. Insgesamt meldete LG erneut einen Gewinnrückgang.

LG G8X ThinQDas aktuelle LG-Smartphone LG G8 ThinQ mit zwei Displays.© LG Electronics

Seoul - Beim Geschäft mit Smartphones steckt der südkoreanische Elektronikhersteller LG angesichts des stark umkämpften Markts weiter in den roten Zahlen. Im dritten Quartal 2019 habe der operative Verlust in der Sparte mobile Kommunikation 161,2 Milliarden Won (124,5 Millionen Euro) betragen, teilte der einheimische Rivale des Smartphone-Weltmarktführers Samsung am Mittwoch mit.

LG konnte Verlust durch Kosteneinsparungen verringern

Allerdings konnte LG damit den Verlust im Vergleich zum zweiten Quartal, als ein Minus von 313 Milliarden verzeichnet wurde, deutlich verringern. Als Grund nannte das Unternehmen unter anderem niedrigere Kosten dank der Verlagerung einer Produktionslinie von Südkorea nach Vietnam. Weitere Fertigungsstandorte sind China, Brasilien und Indien.

Gründe für die roten Zahlen

Für den Verlust seien ein schrumpfender Smartphone-Markt sowie ein Rückgang der Verkäufe von LTE-Geräten im oberen und unteren Preissegment verantwortlich, hieß es. Hinzu kämen "Verzögerungen von 5G-Aktualisierungen im nordamerikanischen Markt". LTE (4G) ist der aktuell im entwickelten Märkten am weitesten verbreitete Mobilfunk-Standard, in den Startlöchern steht die nächste Generation der Hochgeschwindigkeitsnetze mit der Bezeichnung 5G. LG setzt hier auf das Modell V50 Thinq 5G, an das sich ein zweites Display andocken lässt.

Gewinn von LG geht erneut zurück

Im Gesamtergebnis musste LG, der zweitgrößte Hersteller von TV-Geräten nach Samsung, erneut einen Gewinnrückgang hinnehmen. Der Überschuss ging in den Monaten Juli bis September im Jahresvergleich um 31 Prozent auf 345,7 Milliarden Won (266,8 Millionen Euro) zurück. Der Umsatz stieg um 1,8 Prozent auf 15,7 Billionen Won.

Jörg Schamberg / Quelle: DPA

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