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LG München untersagt Amazon Tricks mit Gutscheinen

Nach Angaben der Verbraucherzentrale München hat Amazon Gutscheine zum Nachteil von Kunden verrechnet. Das Landgericht München sah dies als rechtswidrig an.

15.08.2014, 19:54 Uhr (Quelle: DPA)
Amazon© Amazon

Der Onlinehändler Amazon hat Verbraucherschützern zufolge Gutscheine zum Nachteil von Kunden verrechnet. Wie die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg am Freitag mitteilte, hat sie in einem entsprechenden Streit einen Sieg vor dem Landgericht München errungen (Az.: 17 HK O 3598/14). Demnach hat Amazon Kunden, die Ware mit einem Gutschein gekauft haben, bei einer Rückgabe nicht den gesamten Wert erstattet.

Amazon muss Gutschein-Konditionen unmissverständlich angeben

Stattdessen soll der Händler den Wert des Gutscheins abgezogen haben. Das Gericht stufte dies den Angaben zufolge als rechtswidrig ein. Amazon muss demnach künftig die Umstände unmissverständlich angeben, unter denen Gutscheine eingelöst werden können.

Das Gericht war am Freitag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Auch von Amazon war zunächst keine Reaktion zu erhalten. Das Urteil ist laut Verbraucherzentrale noch nicht rechtskräftig. Auch Schriftsteller hatten zuletzt heftige Kritik an den Methoden des Online-Versandhändlers geübt. Sie werfen Amazon vor, Autoren und ihre Bücher als Druckmittel für mehr Rabatte zu nutzen.

(Jörg Schamberg)

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