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LG leidet unter schwachen Smartphones

Weil das Smartphone-Geschäft nicht in Schwung kommen will, ist LG Electronics im vierten Quartal in die Verlustzone gerutscht. Im Jahr 2011 soll sich daran etwas ändern.

26.01.2011, 10:25 Uhr (Quelle: DPA)
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Ein schwaches Smartphone-Geschäft und die nachlassende Nachfrage nach Flachbildfernsehern haben den südkoreanischen Hersteller LG Electronics in die Verlustzone gedrückt. Unterm Strich fiel ein konzernweiter Fehlbetrag von 256,4 Milliarden Won (etwa 167,5 Millionen Euro) an, wie das Unternehmen am Mittwoch in Seoul mitteilte. Im Vorjahresquartal hatte LG noch einen Überschuss von 361,9 Milliarden Won erzielt. Der Umsatz stieg in den Monaten Oktober bis Dezember 2010 im Jahrevergleich um 1,8 Prozent auf 14,7 Milliarden Won.

LG will mit neuen Smartphones Anschluss finden

LG ist der zweitgrößte Hersteller von TV-Geräten nach dem einheimischen Konkurrenten Samsung. Bei Handys ist LG die weltweite Nummer drei nach Nokia und Samsung. Bei den zukunftsträchtigen Smartphones verpasste LG Electronics allerdings den Anschluss. Den Abstand hofft der Konzern mit neue Modellen in diesem Jahr schließen zu können. Gerüchten zufolge wird LG auf dem Mobile World Congress in Barcelona ein Telefon mit 3D-Display vorstellen.

Im Gesamtjahr 2010 ging der Gewinn um fast die Hälfte zurück. Den Angaben zufolge erzielte der Konzern einen Überschuss von 1,28 Billionen Won, nach einem Reingewinn von knapp 2,4 Billionen Won im Jahr davor. Der Umsatz stieg auf die Rekordhöhe von 55,75 Billionen Won.

LG will investieren

LG plant für dieses Jahr Investitionen in Höhe von 4,8 Billionen Won. Das wäre ein Anstieg von 33 Prozent im Vergleich zu 2010. Beim Umsatz erwartet das Unternehmen einen Anstieg auf 59 Billionen Won.

Mit den Investitionen will LG sowohl die Entwicklung neuer Smartphones und Fernseher wie auch anderer zukunftsträchtiger Geschäftsbereiche fördern. "Unter einem neuen Führungsstab wird das Unternehmen weiter in Aktivitäten mit großem Potenzial wie Solarenergie, Klimaanlagen und Wasseraufbereitung investieren", hieß es.

(Hayo Lücke)

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