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LG G2 im Hands-on – LG ist endgültig zurück in der Premium-Klasse

Wir haben uns das LG Optimus G2 aus nächster Nähe angesehen. Der Display ist klasse, das Handling gewöhnungsbedürftig.

05.09.2013, 10:58 Uhr
Internationale Funkausstellung IFA© Messe Berlin

Schon vor einigen Wochen wurde von LG das neue Premium-Smartphone G2 vorgestellt. Anlässlich der IFA feiert das Telefon seine Europapremiere – auch wenn es erst in vier Wochen in den deutschen Handel kommen wird. Wir konnten bereits einen ersten Blick auf das Gerät werfen und schildern an dieser Stelle unsere ersten Eindrücke.

Volle Power

LG hat sich bewusst dazu entschieden, beim G2 einige Dinge anders zu machen. Zwar ist es ein bisschen enttäuschend, dass beim Gehäuse auf eine wenig werthaltige und sehr glatte Kunststoff-Ummantelung gesetzt wurde, dafür kann das Telefon aber mit einer ganzen Reihe an attraktiven Ausstattungsmerkmalen punkten. So wurde beispielsweise ein Snapdragon-800-Prozessor von Qualcomm integriert, der mit 2,3 Gigahertz getaktet ist.

Insgesamt vier Kerne stehen zur Verfügung, die aber im Prinzip nie alle gleichzeitig voll belastet, sondern nur nach Bedarf zugeschaltet bzw. überhaupt aktiviert werden. Außerdem an Bord sind 3 Gigabyte Arbeitsspeicher. In ersten Tests unserer Redaktion überzeugte das G2 auch bei Spielen durch eine selten zuvor gesehene Surf- und Ladegeschwindigkeit.

Rein äußerlich ist unter anderem das Display interessant. Es misst zwar 5,2 Zoll, wodurch das Smartphone insgesamt etwas schwierig in der Hand zu halten ist, dafür ist es aber mit einer Pixeldichte von 423ppi besonders scharf. Im 16:9-Format wirken auch die Farben des Full HD-Bildschirms sehr satt und sind selbst bei Sonneneinstrahlung noch gut abzulesen. Allerdings sollte die Display-Helligkeit dafür auf einen recht hohen Wert eingestellt werden.

Keine Home-Taste auf der Vorderseite

Weitere Auffälligkeit: Anders als bei allen anderen Android-Smartphones fehlt dem G2 eine Home-Taste auf der Vorderseite. Im Display selbst sind nur die für Android typischen Sensor-Touch-Menütasten zu finden, die eigentliche Home-Taste hat LG stattdessen auf die Rückseite unter die 13 Megapixel starke Kameralinse gepackt.

Der so genannte Rear Key soll für eine instinktive Bedienung sorgen, weil der Zeigefinger ohnehin die meiste Zeit genau an dieser Stelle liegt. Tatsächlich? Nun, in der Realität bedarf es einer gewissen Eingewöhnungsphase, um an dieser Stelle zum Beispiel während des Telefonats die Lautstärke einzustellen oder im Kameramodus den Auslöser zu betätigen. Ungemein praktisch: Um den Bildschirm zu aktivieren, reicht es aus, zweimal auf selbigen zu tippen. Mit der gleichen Geste wird er wieder ausgeschaltet.

Einen ausführlichen Testbericht zum LG G2 werden wir in den nächsten Tagen nachreichen. Übrigens: Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 579 Euro. Für ein Telefon mit reiner Plastikverarbeitung ein stolzer Preis. Allerdings hat auch Samsung damit in der Vergangenheit nicht gerade wenig Erfolg gehabt.

(Hayo Lücke)

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