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Lexbase.se: Umstrittene schwedische Website will Ärztefehler veröffentlichen

In Schweden hat jeder das Recht öffentliche Dokumente und Gerichtsentscheidungen einzusehen. Auf der Webseite Lexbase.se sollen schon bald auch Kunstfehler von Ärzten aufgeführt sein.

08.07.2014, 00:01 Uhr (Quelle: DPA)
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Die Schweden könnten bald auf einer Website nachlesen, ob der Arzt ihres Vertrauens schon einmal wegen eines Kunstfehlers am Pranger stand. Von entsprechenden Plänen berichteten die Macher der umstrittenen Internetplattform Lexbase.se am Montag der Boulevardzeitung "Expressen".

Auskunft über behördliche Tadel für Ärzte

Über Lexbase können die Skandinavier bereits abfragen, ob etwa ihr Nachbar vorbestraft ist. Das Strafregister sei so erfolgreich, dass künftig auch Informationen über Ärzte und Zahnärzte, die vom schwedischen Amt für Gesundheit und medizinische Versorgung getadelt wurden, online gestellt werden sollten, hieß es.

"Wir planen auch, Beschlüsse der Stelle für Verbraucherbeschwerden zu publizieren", sagte Lexbase-Miteigentümer Magnus Gröndal der Zeitung. Nach dem Öffentlichkeitsprinzip hat in Schweden jeder das Recht, öffentliche Dokumente und Gerichtsentscheidungen einzusehen.

(Jörg Schamberg)

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