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Lenovo steigert Quartalsgewinn deutlich: Mehr Smartphones und Tablets als PCs verkauft

Der chinesische Lenovo-Konzern setzt seinen guten Lauf fort: Während das PC-Geschäft schrumpft, kann der Marktführer gegensteuern. Der Sprung ins Geschäft mit Smartphones und Tablets zahlt sich immer mehr aus.

07.11.2013, 14:31 Uhr (Quelle: DPA)
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Der weltgrößte PC-Hersteller Lenovo hat im vergangenen Quartal den Gewinn deutlich gesteigert. Das chinesische Unternehmen verdiente im Ende September abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal rund 214 Millionen Dollar - das waren 31 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz wuchs um 13 Prozent auf fast 9,8 Milliarden Dollar, wie Lenovo am Donnerstag mitteilte.

Das Mobil-Geschäft zahlt sich für Lenovo aus

Der Konzern hält sich auf dem ersten Platz unter den PC-Herstellern knapp vor dem langjährigen Spitzenreiter Hewlett-Packard. Zudem kommt Lenovo im Gegensatz zu vielen anderen Rivalen aus dem PC-Geschäft auch im lukrativen Geschäft mit Mobilgeräten voran. "Wir haben im vergangenen Quartal weltweit mehr Smartphones und Tablets als PCs verkauft", betonte Stefan Engel, der das Geschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz führt.

Größter PC-Hersteller und viertgrößter Smartphone-Anbieter

Nach einem Absatzplus von 78 Prozent ist Lenovo inzwischen der viertgrößte Smartphone-Anbieter. Dabei rückt der Konzern nach dem Start in China und Asien schrittweise in weitere Regionen vor. Im kommenden Jahr will Lenovo in den westeuropäischen Smartphone-Markt einsteigen, ob Deutschland gleich zum Start dabei sein wird, lässt das Unternehmen bisher offen.

Bei allen Erfolgen im Mobilbereich ist Lenovo aber nach wie vor ein PC-Konzern, was die Geldströme angeht. Gut die Hälfte der Umsätze wird mit Notebooks erwirtschaftet und weitere knapp 28 Prozent mit Desktop-Rechnern. Der Anteil des Smartphone-Geschäfts wuchs binnen eines Jahres immerhin von gut 8 auf 15 Prozent.

Auch in Deutschland seien Notebooks die tragende Säule des Geschäfts gewesen, sagte Engel. Während die PC-Verkäufe an Privatkunden wie auch im Rest der Welt schwächelten, profitierte Lenovo von einer starken Nachfrage der Unternehmen. Mit dem Auslaufen der Unterstützung für Microsofts System Windows XP kaufen sich viele Firmen neue Rechner.

Den Analysten von Gartner zufolge führte Lenovo im deutschen PC-Geschäft im dritten Quartal mit einem Marktanteil von 17,3 Prozent. Hewlett-Packard liegt demnach mit 13,3 Prozent auf dem zweiten Rang vor Acer mit 12 Prozent.

Lenovo bringt in Deutschland gerade das neue Tablet Yoga auf den Markt, das eine ungewöhnliche Form mit einem gewölbten Batterieabteil an einer Seite hat. Der vergangene Vorstoß mit einem eigenwilligen Gerät war in diesem Jahr nicht besonders erfolgreich, wie Engel einräumte: Das Riesen-Tablet Horizon mit einem 27 Zoll (knapp 69 cm) großen Bildschirm habe sich "bescheiden" verkauft.

(Saskia Brintrup)

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