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Lenovo-Chef zu Motorola-Plänen: Smartphones für alle Preisklassen

Nach der im Januar angekündigten Übernahme von Motorola hat sich Lenovo-Chef Yang Yuanqing nun erstmals zu Zukunftsplänen mit der ehemaligen Google-Tochter geäußert. Der "WirtschaftsWoche" sagte Yang, man wolle die Marke sowohl in den USA als auch Westeuropa weiter ausbauen.

31.03.2014, 14:46 Uhr
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Nach der im Januar angekündigten Übernahme von Motorola hat sich Lenovo-Chef Yang Yuanqing nun erstmals zu Zukunftsplänen mit der ehemaligen Google-Tochter geäußert. Der "WirtschaftsWoche" sagte Yang, man wolle die Marke sowohl in den USA als auch Westeuropa weiter ausbauen, indem preislich nach und nach alle Segmente besetzt würden.

"Nicht nur im Top-Segment"

"Wir können nicht nur im Top-Segment aktiv sein, in dem Motorola aktuell das Modell Moto X verkauft", so der CEO. Im Zuge dessen sollen die Portfolios beider Unternehmen "harmonisiert" werden. Für die Marken ist zunächst eine Koexistenz angedacht: "Motorola by Lenovo" sei hierbei eine Option.

Das angestrebte Modell gleicht damit der Strategie Lenovos nach dem Kauf der IBM-Notebook-Sparte 2004. Damals vermarktete der bis dato in westlichen Märkten kaum bekannte Geräte-Hersteller neue Laptops noch einige Jahre mit IBM-Bezug. Erst ab 2008 lösten sich die Chinesen nahezu vollständig von diesem Erbe – lediglich die von IBM übernommene Marke "ThinkPad" findet bis heute Verwendung. Inzwischen ist Lenovo vor Hewlett-Packard der größte PC-Hersteller der Welt nach Marktanteilen.

Noch ist die Motorola-Übernahme aber nicht in trockenen Tüchern. Zuvor müssen die Wettbewerbsbehörden in den USA und China ihr Einverständnis erklären. Yang glaubt allerdings nicht daran, dass noch Störfeuer droht: In sechs bis neun Monaten, so glaubt er, werde man endgültig grünes Licht bekommen.

(Christian Wolf)

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