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Lazaridis: Gute Aussichten für BlackBerry und iPhone

Nach Ansicht des BlackBerry-Erfinders und RIM-Co-Chefs Michael Lazaridis bestehen große Wachstumschancen für RIM und Apple. Die Zukunft des Mobilfunks liege in der multimedialen, drahtlosen Vernetzung aller Geräte.

17.11.2009, 19:07 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Die Mobilfunk-Welt ist im Umbruch. Apple erzielt Rekord-Verkäufe mit dem iPhone, der finnische Hersteller Nokia rutscht in die roten Zahlen und Motorola plant den Neuanfang mit Android-Handys. Wohin geht die Entwicklung bei den Handy-Herstellern? Dazu äußerte sich nun Mike Lazaridis, Co-Chef des Smpartphone-Herstellers Research in Motion (RIM), im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "Capital".
Gute Chancen für RIM und Apple
Lazaridis, Erfinder des BlackBerry, sieht demnach lediglich für High-End-Hersteller große Wachstumschancen. Hierzu zählt er neben Apple auch das eigene Unternehmen. Gemeinsam würden beide Unternehmen derzeit einen Marktanteil von rund fünf Prozent erreichen. "Für beide Konzerne gibt es noch viel Platz. Wir werden noch in ganz andere Dimensionen vorstoßen", so Lazaridis. Dagegen sehe er geringere Chancen für Billiganbieter, die etwa das kostenlose Handybetriebssystem Android von Google nutzen. Auch deren Handys müssten an die Software angepasst werden. Dies koste Geld. Das BlackBerry-Betriebssystem sei dagegen schon lange entwickelt und bilanztechnisch abgeschrieben. "Es kostet uns nichts", so Lazaridis weiter.
Multimediale Vernetzung als Zukunft des Mobilfunks
Im dritten Quartal dieses Jahres sei der weltweite Marktanteil von RIM auf rund 20 Prozent gestiegen, der Vorsprung gegenüber Apple habe sich vergrößert. Das iPhone habe die Position von RIM nicht schwächen können. Während RIM mit dem BlackBerry vor allem bei Firmenkunden punkten könne, hätte das iPhone vor allem bei Privatkunden Erfolg. Gefragt sei nun eine schnelle und genaue Abstimmung der Geräte, der Software und der Internetdienste aufeinander. Den Bereich Multimedia sieht Lazaridis noch nicht annähernd ausgeschöpft. "Das Abspielen von Musik und Videos ist Schnee von gestern. Jetzt geht es darum, dass sich mein Handy drahtlos mit der Stereoanlage zu Haus oder im Auto verbindet und ich meine Musik dort hören kann, wo ich mich aufhalte", so der Ausblick des BlackBerry-Erfinders auf die Zukunft des Mobilfunks.

(Jörg Schamberg)

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