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LaterPay: Online-Journalismus bezahlen ohne hohe Schranke

Das Münchner Startup LaterPay hat ein neues Bezahlmodell entwickelt, bei der der Leser den LaterPay-Button klickt und sofort den Text lesen kann. Bezahlt wird dann später wie beim Anschreiben in der Kneipe.

20.03.2014, 19:40 Uhr
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Der Online-Journalismus hat nach wie vor ein Problem. Die meisten Leser wollen nicht zahlen – und wer doch zahlt, hat sich meist per App und Abo an eine Publikation gebunden. Viele möchten aber auch nur einzelne Artikel kaufen – mal hier, mal dort. Doch der Bestellprozess dauert oft zu lange und die Kosten sind zu hoch. Mit LaterPay soll sich das ändern.

Klicken – lesen – registrieren – bezahlen

Das Münchner Startup LaterPay hat zusammen mit dem Journalisten und Blogger Richard Gutjahr ein neues Bezahlmodell entwickelt, bei der der Leser den LaterPay-Button klickt und sofort den Text lesen kann. Bezahlt wird dann später wie beim Anschreiben in der Kneipe.

Abgerechnet wird am Ende des Monats – sowohl mit den Website-Betreibern als auch mit den Nutzern. LaterPay gibt es als Plugin für Wordpress, Joomla und Drupal. Per API lässt es sich auch in andere Redaktionssysteme einbinden.

Bezahlen so einfach wie liken

Abgebucht wird aber nur, wenn sich ein Betrag von mindestens fünf Euro angehäuft hat. Auch dann erst ist eine Registrierung bei LaterPay notwendig. Durch das Bewegen höherer Beträge fallen die Transaktionskosten schließlich auf 15 Prozent. Zahlt ein Leser dagegen einem Blogger per Paypal auf direktem Weg 50 Cent, kommen lediglich 14 Cent an.

Das sind im Wesentlichen auch schon die beiden Punkte, die LaterPay von anderen Bezahlsystemen unterscheiden soll: 1. Senkung der Transaktionenskosten, sodass mehr Geld beim Blogger oder Verleger ankommt. 2. Einfachheit.

LaterPay soll so einfach funktionieren wie ein Klick auf den Like-Button von Facebook. Eine Transaktion lässt sich sogar rückgängig machen, wenn ein Text nicht gefällt.

(Peter Giesecke)

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