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Last.fm: Radio-Streaming per Desktop-Client wird kostenpflichtig

Der Musikdienst Last.fm bietet das Radio-Streaming über seinen Desktop-Client ab dem 15. Januar 2013 in Deutschland, den USA und Großbritannien nur noch für Abonnenten an. Kostenlose Radio-Streams mit Werbeunterbrechungen stehen künftig nur noch per Browser zur Verfügung.

14.12.2012, 19:43 Uhr
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Seit Jahren ermöglicht der Internetradio-Dienst Last.fm seinen Nutzern das kostenlose Musikhören über die Webseite im Browser oder über einen eigenen Desktop-Client. Angeboten werden weltweit auch Radio-Dienste per Stream. Ab dem kommenden Jahr wird Last.fm zahlreiche Radioänderungen in etlichen Ländern vornehmen, wie das Unternehmen nun angekündigte. Betroffen sind auch Hörer in Deutschland.

Radio-Streams per Desktop-Client nur mit Abo

Ab dem 15. Januar 2013 sind kostenlose, mit Werbung versehene Radio-Streams in Deutschland, den USA und Großbritannien nur noch über den Webbrowser verfügbar, die Radio-Nutzung über den Desktop-Client erfordert künftig ein kostenpflichtiges Abonnement. Eine solche Abonnement-Regelung hatte Last.fm bereits schon länger in allen anderen Ländern eingeführt, in denen der Dienst aktiv ist. Angaben zu konkreten Abonnement-Modellen für deutsche Nutzer machte das Unternehmen noch nicht.

Das Unternehmen will zudem bald einen neuen, verbesserten Desktop-Client bereitstellen, der derzeit bislang nur als Audioscoobler Beta für Windows und Mac OS X angeboten wird. Abonnenten sollen von einer verbesserten Benutzeroberfläche sowie der Unterstützung weiterer Last.fm-Features profitieren. Über das kleine Softwareprogramm lässt sich auch weiterhin Musik kostenlos "scrobbeln": Dem Nutzer wird Musik vorgeschlagen, die ihm gefallen könnte. Auch alle anderen Last.fm-Services außer dem Radio bleiben kostenfrei.

Last.fm stoppt Radio-Streaming in zahlreichen Ländern

In Kanada, Australien, Neuseeland, Irland und Brasilien lässt sich der Radiodienst unverändert per Abonnement nutzen. In allen anderen Ländern wird ab dem 15. Januar kein Radio-Streaming mehr über den Desktop-Client angeboten. Last.fm begründet diesen Schritt mit Lizenzbeschränkungen. Auch Bestandskunden, die bereits ein Abo-Paket abgeschlossen haben, sind von der Änderung betroffen. Sie können weiterhin auf der Seite werbefrei surfen und genießen Vorteile wie den Zugang zu Demos im Last.fm Playground.

Kunden, die ihr Abonnement mehr als 30 Tage im Voraus bezahlt haben, haben nach Unternehmensangaben die Möglichkeit, eine Rückerstattung anzufordern. Last.fm macht den Nutzern nur eine vage Hoffnung auf eine Rückkehr des Streamings per Client: "Der Markt ändert sich und wir können vielleicht irgendwann wieder Streaming in mehr Ländern anbieten", heißt es in der aktuellen Ankündigung.

(Jörg Schamberg)

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