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Landkreise fordern vom Bund mehr Einsatz für Breitbandausbau auf dem Land

Der Deutsche Landkreistag macht Druck auf die Bundesregierung: Der Bund solle sich stärker für schnelles Internet in ländlichen Regionen engagieren. Die Kommunen müssten zudem schneller entlastet werden.

08.01.2014, 13:08 Uhr (Quelle: DPA)
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Der Bund muss sich nach Ansicht der Landkreise deutlich stärker um ein schnelleres Internet auf dem Land kümmern. Der sogenannte Breitbandausbau, der die Verbindungen beschleunigt, müsse intensiver vorangetrieben werden als dies laut schwarz-rotem Koalitionsvertrag geplant sei, kritisierte der Deutsche Landkreistag anlässlich einer Präsidiumssitzung am Mittwoch in Marburg. Außerdem solle die Bundesregierung dafür sorgen, dass die in Aussicht gestellte Milliardenentlastung schnell und vollständig bei den Kommunen ankomme. Der Landkreistag ist der Spitzenverband der 295 Kreise in Deutschland.

Landkreise finanziell alleine gelassen

Beim Ausbau der Internetleitungen würden zwar große Ziele formuliert, sagte der gastgebende Landrat des Kreises Marburg-Biedenkopf, Robert Fischbach (CDU). Doch die Kreise würden bei dieser "wichtigen Zukunftsaufgabe" von Bund und Ländern finanziell alleine gelassen.

Ursprünglich wollten die Parteien eine Milliarde Euro zusätzlich für den Ausbau superschneller Internetanschlüsse ausgeben. Eine konkrete Summe wird im Koalitionsvertrag aber nicht mehr genannt. Dort heißt es, besonders im ländlichen Raum sollen Investitionen in den teuren Breitbandausbau erleichtert und Kommunen dabei unterstützt werden. Bis 2018 sollen die Menschen in Deutschland flächendeckend mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde surfen können. Die Umsetzung dieses Versprechens würde aber Milliarden kosten.

(Jörg Schamberg)

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