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Lancom Router 1781VA wird per Update fit für Vectoring

Lancom will seinen Kunden in diesem Jahr ein kostenloses Update für seinen VPN-Router 1781VA zur Verfügung stellen. Die Router sind damit bereits für die zukünftige Vectoring-Technik gerüstet.

20.04.2013, 08:01 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Mit der neuen Vectoring-Technik sollen Internetzugänge auf Basis von VDSL2 über bestehende Kupferkabel künftig theoretisch Bandbreiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Download sowie bis zu 50 Mbit/s im Upload erreichen können. In den vergangenen Monaten wurden die Vectoring-Pläne der Deutschen Telekom heftig diskutiert, verschiedene Branchenverbände fürchteten eine Re-Monopolisierung durch die Telekom. In der vergangenen Woche veröffentlichte die Bonner Regulierungsbehörde schließlich einen Entscheidungsentwurf zum Vectoring: Demnach will die Bundesnetzagentur der Telekom den Ausbau ihres Breitbandnetzes mit VDSL-Vectoring unter Bedingungen genehmigen. Während Netzagentur, Telekom und Wettbewerber noch um die Ausgestaltung der Vectoring-Nutzung ringen, machen sich erste Hardware-Hersteller bereits bereit, um die neue Technologie in ihre Router zu integrieren. Lancom Systems, Aachener Anbieter von Netzwerklösungen, kündigte am Dienstag eine entsprechende Aufrüstung seiner 1781VA VPN-Router an.

Kostenloses Vectoring-Update

Nach Angaben eines Unternehmenssprechers gegenüber unserer Redaktion will Lancom seinen Kunden noch in diesem Jahr ein kostenloses Update seines Betriebssystems LCOS für den VDSL/ADSL VPN-Router 1781VA zum Download zur Verfügung stellen. Durch das Update wird der Lancom-Router nach Unternehmensangaben damit noch vor der offiziellen Einführung der neuen Technik fit für Vectoring. Nach Implementierung der Vectoring-Technik für erste Anschlüsse könnten Nutzer eines 1781VA-Routers dann die volle Bandbreite des VDSL2-Internetzugangs von bis zu 100 Mbit/s ausschöpfen.

Allerdings ist noch etwas Geduld gefragt: Lancom selbst unterstützt Vectoring-Tests mit Netzbetreibern ab dem dritten Quartal dieses Jahres, erst im kommenden Jahr wird mit einem Einsatz der neuen Technik in der Praxis gerechnet.

(Jörg Schamberg)

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