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La-Ola-Welle der Handyviren

Menschenansammlungen, wie beim Fußballspiel im WM-Stadion, sind ein gefundenes Fressen für Handyviren. Handybesitzer können sich durch einfache Maßnahmen schützen.

10.06.2006, 14:06 Uhr
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Handy-Besitzer sollten bei der WM vorsichtig sein: Mobiltelefonen mit Bluetooth-Funk droht in Stadien und an Public-Viewing-Plätzen die Infektion mit Handyviren. Werde der Bluetooth-Funk nicht ausgeschaltet, könnten sich Handy-Viren "wie eine große La-Ola-Welle" im Stadion ausbreiten, berichtet das Computertechnik-Magazin "c't".
Im Stadion: Bluetooth aus!
Im vergangenen Jahr bei der Leichtathletik-WM in Helsinki habe sich ein Virus durch die Ansammlung der vielen Mobiltelefone rasend schnell vermehren können. Experten des Magazins raten neben der Deaktivierung von Bluetooth auch dazu, unerwartete Meldungen, Anfragen und MMS abzulehnen sowie darin enthaltene Programme nicht auszuführen und keine Software oder Spiele aus Tauschbörsen auf das Handy zu laden.
Die Bluetooth-Schnittstelle erlaubt einen raschen Datenaustausch zwischen benachbarten Handys, so dass sich auch Viren in großen Menschenansammlungen schnell verbreiten können. Die Zahl von Handyviren hat sich im vergangenen Jahr nach "c't"-Angaben auf 200 drastisch erhöht. Bekannte Viren tauschen in einigen Fällen auf dem Display nur Symbole aus. Sie könnnen jedoch auch hohe Rechnungen verursachen, indem sie automatisch SMS oder MMS verschicken.
Was Handyviren anrichten
Einige Viren - wie Skulls oder Doombot - machen teure Handys unbrauchbar, indem sie wichtige Systemdateien überschreiben. Vor allem Besitzer von besonders leistungsfähigen Handys wie Smartphones mit vielen Schnittstellen und Computerfunktionen sollten auf ihre Sicherheit achten. Die meisten bekannten Viren gibt es für Mobiltelefone mit dem weit verbreiteten Handy-Betriebssystem Symbian. Spezielle Antivirensoftware für Handys schützt die Telefone nach einem "c't"-Test meist nur unvollständig.

(Denise Bergfeld)

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