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Kurth kritisiert Verzögerungen

Die Bundesnetzagentur hat kritisiert, dass Handygespräche im Ausland nicht mehr vor dem Sommer billiger werden. Damit bleibe Telefonieren im Urlaub teuer.

14.05.2007, 08:41 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Die Bundesnetzagentur hat kritisiert, dass Handygespräche im Ausland nicht mehr vor dem Sommer billiger werden. Damit bleibe Telefonieren im Urlaub teuer, sagte Netzagenturs-Präsident Matthias Kurth der "Financial Times Deutschland".
Kurth forderte eine einfache Lösung für die Verbilligung der Auslandsgespräche, um die derzeit die Europäischen Union ringt. Diese Lösung müsse "praktikabel und handhabbar sein, um auch eine tatsächliche Kontrolle der Netzbetreiber zu ermöglichen". Es müsse eindeutig sein, wann etwa ein Sondertarif Vorrang vor gesetzlichen Preisobergrenzen habe.
Tarife in der Diskussion
EU-Parlament, Ministerrat und Kommission streiten derzeit über die Höhe der künftig zulässigen Tarife für Handygespräche im Ausland. Das Parlament hatte sich für maximal 40 Cent für abgehende Anrufe und maximal 15 Cent für eingehende Anrufe ausgesprochen. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) dagegen will die entsprechenden Preise bei 60 Cent und 30 Cent deckeln.
Sie werfen den Netzbetreibern Missbrauch vor. Neben den Großhandelspreisen sollen auch die Verbraucher-Tarife vorgegeben werden. Die Klagen der Netzbetreiber darüber wies Kurth zurück. "Die Unternehmen konnten sich über Jahre nicht einigen, ihre Großhandelspreise fair zu gestalten und damit einen chancengleichen Wettbewerb zu ermöglichen", sagte der Behördenchef. Die jetzigen Pläne seien die Konsequenz aus dieser Vorgeschichte.

(Hayo Lücke)

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