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Kuriose VoIP-Tarife bei GMX, 1&1 und PURtel

Bei Anrufen in Mobilfunknetze gelten bei einigen Providern je nach Vorwahl unterschiedliche Preise. So können Gespräche in das selbe Netz unterschiedlich teuer sein.

04.02.2005, 16:04 Uhr
1&1© 1&1

Die meisten VoIP-Anbieter unterscheiden bei Anrufen auf Handys nicht, ob in D-Netze oder die etwas teureren E-Netze vermittelt wird. 1&1, GMX und PURtel machen diese Unterscheidung allerdings schon: Verbindungen zu E-Plus und O2 sind teurer als zu Vodafone und T-Mobile.
Netzerkennung nach Vorwahl
Dabei prüfen die Anbieter kurioserweise nicht, in welchem Netz die angerufene Nummer tatsächlich geschaltet ist. Statt dessen wird einfach nach der Vorwahl abgerechnet. Anhand von Listen werden die Vorwahlen den ursprünglichen Providern zugeordnet. Bei portierten Rufnummern, die ursprünglich zum Beispiel in ein E-Netz führten, inzwischen aber im D-Netz erreichbar sind, wird das Gespräch teurer, als zu einer nichtportierten Rufnummer im selben Netz.
1&1 und GMX handeln dabei nicht ungesetzlich. In ihren Tariftabellen werden Preise den Vorwahlen zugeordnet, nicht den Netzen. Portierte Rufnummern sorgen auch bei Mobilfunkkunden für Verwirrung. Ob eine Nummer zu einem günstigen, netzinternen Tarif angerufen werden kann oder eine teure Verbindung in ein anderes Netz erfordert, ist nicht auf den ersten Blick erkennbar.
Kulant: Nikotel passt Preise an
Von den größeren VoIP-Providern haben auch Nikotel und PURtel unterschiedliche Preise für die Mobilfunknetze. Alle anderen Anbieter berechnen jeweils einen Preis für alle Netze. Aber Nikotel reagierte: Nach unserer Anfrage zeigte sich der Anbieter kulant und reduzierte den Preis für E-Netze umgehend auf das Niveau der D-Netze.

(Steffen Moritz)

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