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Kundenverlust bei T-Mobile

Im vierten Quartal verringerte sich die Zahl der aktiven SIM-Karten um fast 200.000 auf 39,17 Millionen. Einen deutlichen Kundeneinbruch gab es auch in den Niederlanden.

25.02.2010, 13:56 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Nach sechs erfolgreichen Monaten hat es T-Mobile im eigentlich lukrativen Weihnachtsquartal wieder erwischt: der Mobilfunk-Netzbetreiber musste in Deutschland einen Rückgang bei der Zahl der aktivierten SIM-Karten verkraften. Netto verringerte sich die Zahl der Kunden um 195.000. Das hatte zur Folge, dass zum Jahresende knapp 39,17 Millionen Kunden im Bestand registriert waren - gerade einmal 35.000 mehr als Ende 2008. Allerdings legte die Zahl lukrativer Vertragskunden um 1,1 Prozent auf 17,2 Millionen zu.

Wieder mehr Umsatz

Gemessen am Umsatz hat T-Mobile im vergangenen Jahr den Weg zurück zu Wachstum gefunden - wenn auch nur minimal. Insgesamt setzte der Mobilfunker hierzulande 8,1 Milliarden Euro um - 0,5 Prozent mehr als 2008. Davon entfielen fast eine Milliarde Euro auf Service-Umsätze, die mit Diensten rund um das mobile Internet in die T-Mobile-Kassen flossen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen Steuern und Abschreibungen (EBITDA) blieb mit 3,37 Milliarden Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Im vierten Quartal legte es allerdings um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 894 Millionen Euro zu.

Mobiles Internet soll US-Geschäft ankurbeln

Nachhaltiges Wachstum verspricht sich T-Mobile vor allem in den USA. Die Kundenzahl kletterte im abgeschlossenen Geschäftsjahr um 1,03 Millionen auf 33,79 Millionen. Aufgrund eines verschärften Wettbewerbs und daraus resultierenden Preissenkungen kletterte der Umsatz allerdings nur um rund 3 Prozent auf 15,47 Milliarden Euro. Der Gewinn fiel parallel dazu um 2,9 Prozent auf 2,23 Milliarden Euro. Das UMTS-Netz in den USA erreicht inzwischen 205 Millionen Menschen und erlaubt flächendeckend Downloadraten von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde.

In Europa konnte T-Mobile die Kundenzahl vor allem in Griechenland (+1,33 Millionen), Rumänien (+1,39 Millionen), Großbritannien (+392.000) und Polen (+227.000) steigern. Auch in Kroatien (+169.000), Tschechien (+42.000), Österreich (+44.000) und in der Slowakei (+29.000) wurde ein leichtes Wachstum verzeichnet. Weniger gut lief es in den Niederlanden und in Ungarn. Hier verringerte sich der Kundenstamm um 717.000 beziehungsweise 242.000 Nutzer. Für fast alle Länder zeigte sich im Jahresverlauf ein Trend vom Prepaid-Markt in Richtung des Vertragskundengeschäfts.

(Hayo Lücke)

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