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Kunden wollen Festnetz und Handy aus einer Hand

Laut einer aktuellen Umfrage ist jeder zweite Haushalt in Deutschland an einem Kombi-Angebot interessiert, das Festnetz- und Mobiltelefonie umfasst.

31.07.2007, 13:04 Uhr
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Rund 17 Millionen Haushalte in Deutschland wünschen sich attraktive Bündel-Angebote, die sowohl Festnetz- als auch Mobiltelefonie umfassen. Dies entspricht einem Anteil von 45 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Capgemini Consulting.
Gut und günstig
Demnach sind insbesondere jüngere Menschen, Haushalte mit einem höheren Einkommen oder solche, in denen mehr als zwei Personen leben, an einer Kombination von Festnetz- und Mobilfunk-Angebot interessiert. Die Provider können der Umfrage zufolge bei diesen Zielgruppen vor allem mit einem günstigen Preis, übersichtlichen Tarifen und individuellem Service punkten. Dies trauen die Befragten derzeit eher den Festnetzanbietern als den Mobilfunkprovidern zu.
Telekom liegt vorne
Konsumenten und auch Experten gleichermaßen schreiben dabei der Deutschen Telekom die höchste Kompetenz zu. An zweiter Stelle rangiert bei den Experten O2/Telefonica. Die Verbraucher nehmen diesen Anbieter laut der Umfrage noch wenig wahr. Auf dem dritten Platz liegt Vodafone/Arcor.
Congstar passt ins Bild
Je internetaffiner die Nutzer seien, desto eher würden sie einen alternativen Anbieter in Betracht ziehen. Genau in diesem Bereich sieht Michael Schwalbach, Direktor bei Capgemini, großes Potenzial für Congstar, der neuen Billigmarke der Telekom.
Als Vorteil eines gebündelten Angebots nannten die Befragten vor allem die Kostentransparenz. So würden 74 Prozent eine zusammengefasste Abrechnung beider Dienste bevorzugen. Weitere Kombi-Angebote wie ein gemeinsamer Anrufbeantworter für das Handy und das heimische Telefon oder ein gemeinsames Adressbuch stoßen jedoch auf geringe Nachfrage. Im Gegensatz dazu hätten VoIP und Dienste wie mobile E-Mail oder mobiles Internet bereits heute das Massenmarktpotenzial erreicht.
Den Ergebnissen liegt eine repräsentative Umfrage unter 500 deutschen Haushalten zu Grunde, die beispielsweise durch Gruppengespräche sowie Interviews mit Telco-Managern ergänzt wurde. Der Untersuchungszeitraum lag zwischen August 2006 bis Juli 2007.

(Saskia Brintrup)

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