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Kulturflatrate: Buchbranche treibt Debatte voran

Die deutsche Buchbranche will die Diskussion um eine Kulturflatrate vorantreiben und hat Parteien dazu einen Fragenkatalog vorgelegt.

25.07.2009, 13:01 Uhr (Quelle: DPA)
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Die deutsche Buchbranche will zusammen mit den Verbänden der Schriftsteller und Übersetzer die Diskussion über eine "Kulturflatrate" vorantreiben. Im Vorfeld der Bundestagswahl wurden SPD und Grünen einen Katalog aus 16 Fragen vorgelegt, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.
Konkrete Vorschläge fehlen
Beide Parteien haben im Zusammenhang mit der Debatte über die "Gratis-Kultur" im Internet in ihren Wahlprogrammen die Idee einer Flatrate angesprochen. Bei einer Kulturflatrate würden Internet-Provider eine Pauschale von den Internet-Nutzern erheben. Das Geld ginge dann über die Verwertungsgesellschaften an die Urheber.
"Wir Urheber möchten gerne wissen, was eine Kulturflatrate für uns bedeuten würde - ideell und materiell", erklärte Imre Török, Vorsitzender des VS - Verband deutscher Schriftsteller.
Hinrich Schmidt-Henkel vom Verband deutschsprachiger Literaturübersetzer bemängelte, dass die Wahlprogramme sowie ein von den Grünen in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten konkrete Vorschläge zur Ausgestaltung einer Kulturflatrate vermissen ließen.

(Michael Posdziech)

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