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Kühltechnik macht Prozessor-Lüfter überflüssig

Novel Concepts hat ein neues Kühlmaterial vorgestellt, das wesentlich effizienter als herkömmliche Lösungen ist. Bedeutet dies das Ende von Lüftern und Wasserkühlung?

03.03.2007, 10:31 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Eines der größten Probleme aktueller Prozessoren ist die effiziente Kühlung, vor allen Dingen in kompakten Rechnern. Novel Concepts hat nun eine Kühltechnik vorgestellt, die Prozessorlüfter und aufwändige Wasserkühlungen überflüssig machen könnte.
Isoskin kühlt besser als Kupfer
Das neue Material trägt den Namen "Isoskin" und soll 20 Mal effizienter sein als herkömmliche Kupfer-Kühler. Dabei ist das Material nur 1,5 Milimeter dick und soll extrem kostengünstig produziert werden können. In Zeiten steigender Rohstoffpreise ein sicherlich unschlagbares Argument für das neue Material.
Isoskin besteht aus zwei Membranen, zwischen denen haarfeine Röhrchen gelagert sind. Diese kapillarartigen Röhren sind mit einer speziellen Kühlflüssigkeit gefüllt, die bei einem warmen Prozessor zu zirkulieren beginnt. Auf diese Weise soll die Prozessorwärme extrem schnell und effizient abgeleitet werden können.


Für den Endkunden-Markt
Daniel Thomas, Technikleiter bei Novel Concepts, sagte anlässlich der Präsentation des Materials: "Die Geschwindigkeit der derzeit schnellsten PC-Prozessoren wird immer noch von ihrer Hitzeentwicklung limitiert. Materialien wie Isoskin können die Prozessortemperaturen massiv reduzieren und erlauben damit wesentlich schnellere Computer als derzeit möglich." Ganz nebenbei wird der Prozessorkühlung auch ihr akustischer und sanitärer Schrecken genommen, muss sich der Anwender doch nicht mehr mit lauten Lüftern und tropfenden Wasserleitungen herumschlagen.
Isoskin zielt laut Novel Concepts auf den Massenmarkt. Die Materialkosten sind gering, nur wenige Cent soll ein Quadratzentimeter kosten. Dabei soll das Material auf jedem Mikroprozessor zum Einsatz kommen, der einer Kühlung bedarf. Neben CPUs und GPUs sind das auch die immer leistungsfähiger werdenden Chipsatz-Prozessoren oder die Chips auf Gigabit-Netzwerkkarten. Wann das Material auf den Markt kommt, ist noch nicht bekannt.

(Christian Rentrop)

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