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Krise? Amazon trotzt dem Trend

Der US-Konzern verdiente im ersten Quartal 177 Millionen Dollar (136 Millionen Euro) und damit fast ein Viertel mehr als ein Jahr zuvor. Freude macht Amazon auch der Ebook-Reader Kindle.

24.04.2009, 08:46 Uhr (Quelle: DPA)
Amazon© Amazon

Der weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon.com trotzt der Krise vorerst weiter mit kräftig steigenden Gewinnen. Der US-Konzern verdiente im ersten Quartal 177 Millionen Dollar (136 Millionen Euro) und damit fast ein Viertel mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz kletterte um 18 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar. Der große Vorteil des Branchenprimus laut Experten: Sein Online-Angebot wächst ständig und weltweit kaufen immer mehr Menschen via Internet ein.
Kindle verkauft sich gut
Große Hoffnungen setzt Amazon-Chef Jeff Bezos auf elektronische Bücher und die gerade in den USA gestartete zweite Generation seines E-Book-Lesegeräts Kindle. Die Verkäufe hätten "die optimistischsten Erwartungen übertroffen", so Bezos am Donnerstagabend am Konzernsitz in Seattle (Bundesstaat Washington). Zahlen nennt Amazon bisher nicht, erste Schätzungen gehen von rund 300.000 verkauften Geräten aus. In Deutschland ist der Kindle nach wie vor nicht zu haben.
Besonders mit dem Gewinn im ersten Quartal übertraf Amazon die Erwartungen der Analysten deutlich. Die Aktie legte nachbörslich zu. Ohne negativen Währungseffekte durch den wieder stärkeren Dollar wären Amazons Umsätze sogar um 25 Prozent gestiegen.
Für das laufende zweite Quartal warnte Amazon allerdings vor einem deutlich sinkenden operativen Ergebnis, bedingt auch durch einen im Vorjahr erzielten Einmalgewinn aus einem Unternehmensverkauf. Der Betriebsgewinn könne im schlechtesten Fall um die Hälfte einbrechen. Der Umsatz werde aber um bis zu 17 Prozent auf knapp 4,8 Milliarden Dollar steigen.

(Hayo Lücke)

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