20 Jahre VATM

Kramp-Karrenbauer: Weg von Vectoring hin zu flächendeckender Glasfaser

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer erklärte bei der Festveranstaltung zum 20. Jubiläum des Branchenverbandes VATM, dass die Abkehr von Vectoring und der Fokus auf den Ausbau echter Glasfaseranschlüsse eine wichtige Richtungsentscheidung sei.

Annegret Kramp-KarrenbauerAnnegret Kramp-Karrenbauer bei der Veranstaltung zum 20. Jubiläum des VATM.© VATM

Berlin – In der vergangenen Woche feierte der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e. V. (VATM), in dem zahlreiche Telekom-Wettbewerber wie Vodafone, Telefónica Deutschland und 1&1 organisiert sind, in Berlin sein 20-jähriges Bestehen. Bei der Veranstaltung betonte die als Rednerin eingeladene CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer: "Wir haben im Koalitionsvertrag kluge Dinge festgelegt. Es ist eine wichtige Richtungsentscheidung weg von Vectoring hin zu flächendeckender Glasfaser".

Digitale Infrastruktur so wichtig wie damals Eisenbahnnetze

Laut Kramp-Karrenbauer brauche man diese Infrastruktur zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, Produkte und Dienste in Deutschland. "Das Thema digitale Infrastruktur ist aus meiner Sicht sicherlich genauso wichtig wie damals das Thema Eisenbahnnetze", so die CDU-Politikerin.

Deutschland soll Leitmarkt bei 5G werden

Im Hinblick auf den kommenden Mobilfunkstandard 5G erklärte Kramp-Karrenbauer: "Hier ist es Ziel, mit Deutschland Leitmarkt zu werden“. Dabei betonte sie: "Es ist sehr wichtig, dass der neue Standard den Menschen in der Fläche zugutekommt. Wir brauchen am Ende auch die Akzeptanz und den unmittelbaren Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger." Der ebenfalls bei der Festveranstaltung in Berlin anwesende Telefónica-Deutschland-Chef Markus Haas betonte, dass mögliche Milliarden-Frequenzkosten für 5G nicht die Investitions- und Innovationskraft gefährden dürften.

VATM: Wettbewerb ist entscheidender Treiber auch bei Weg in die Gigabit-Gesellschaft

20 Jahre VATM sind auch 20 Jahre Liberalisierung des deutschen Telekommunikationsmarktes, der 1998 für Wettbewerber freigegeben wurde. "Die beabsichtigten positiven Effekte mit Blick auf Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze, Innovationen und Verbrauchernutzen haben wir nicht nur erreicht, wir haben sie bei weitem übertroffen. Wettbewerb war dabei der entscheidende Treiber und er wird es auf dem Weg in die Gigabit-Gesellschaft wieder sein müssen", so VATM-Präsident Martin Witt. Beim Glasfaserausbau komme es auf die richtige Balance von weniger Regulierung sowie Kontrolle über den Zukunftsmarkt an. Witt begrüßte, dass im Koalitionsvertrag auf Open Access gesetzt werde und nicht auf Regulierungsferien. Der Fokus des Ausbaus müsse auf dem ländlichen Raum liegen.

Jörg Schamberg

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