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Kosten sparen durch richtiges Handy laden

Zum Handy-Akku gibt es viele Legenden. Doch den Memory-Effekt gibt es gar nicht mehr. Dennoch lässt sich durch den richtigen Umgang die Laufzeit verlängern und sogar Geld sparen.

24.06.2014, 12:01 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Angst, dass die Laufzeit des Handy-Akkus immer kürzer wird? Dass die Lebenszeit dramatisch sinkt? Dass das ständige Laden die Stromrechnung in die Höhe treibt? Sie sollten einfach mal die Hand auflegen. Wo übermäßig Wärme erzeugt wird, wird auch Energie verschwendet und damit Ihr Geld. Onlinekosten.de sagt, worauf Sie achten müssen.

Billig nicht immer gleich schlecht

Zuerst einmal aber Entwarnung: Akkus und Ladegeräte sind in den letzten Jahren so intelligent geworden, dass sie mit der Energie vernünftig haushalten und die Verbindung kappen, wenn genug Energie in den Akku gepumpt wurde.

Voraussetzung ist allerdings, dass Akku und Netzteil von einem Markenhersteller stammen. Dazu gehören auch die Ist-billig-und-passt-immer-Marken wie Hama. Gefährlich sind lediglich die Imitate, die in einem Billiglohnland den Namen eines großen Herstellers aufgedruckt bekommen, hierzulande aber nicht zugelassen sind.

Ladegeräte wiederverwenden

Ein Lithium-Ionen-Akku im Smartphone sollte in der Regel drei bis fünf Jahre halten. Das gilt insbesondere für solche, die von den Marktführern Apple und Samsung ausgegeben werden.

Auch die Ladegeräte der Markenhersteller lassen sich untereinander tauschen. Die EU hat dafür einen eigenen Standard geschaffen. Die Handys könnten sogar ohne Ladegerät verkauft werden, weil der Kunde meist noch ein altes herumliegen hat. Auch das würde Geld sparen.

Die Lebenszeit eines Akkus verlängert sich aber vor allem durch den richtigen Gebrauch im Alltag. Hier sind noch einige Legenden im Umlauf, die mit der Einführung der Lithium-Ionen-Akkus jedoch fast alle passé geworden sind. Den gefürchteten Memory-Effekt gibt es zum Beispiel nicht mehr.

Weiter auf Seite 2: Optimaler Füllstand, Umgang mit Ladegerät und regelmäßiger Reboot

Für den Lithium-Ionen-Akku ist es besser, wenn er nicht ständig vollgeladen wird und dann noch versucht wird, etwas mehr hineinzupressen. Lieber vorher abziehen und ihn auch nicht vollständig entladen. Empfohlen wird, ihn zwischen 40 Prozent und 80 Prozent pendeln zu lassen. So werden meist auch die Akkus in Neugeräten ausgeliefert - halb gefüllt. Und so sollten sie auch gelagert werden.

Einfach mal Hand auflegen

Das geht aber nicht immer. Wer den ganzen Tag unterwegs ist, ist darauf angewiesen, dass er mit vollem Akku das Haus verlässt. Dieser ist dann auch mal leer, wenn er abends die Wohnungstür wieder aufschließt. Früher wurde auch davor gewarnt, das Gerät über Nacht an der Steckdose zu lassen, aber auch das sollte dank neuer Technik kein Problem mehr sein.

Intelligente Geräte stoppen den Ladevorgang, wenn der Akku voll ist. Das kann das Ladegerät sein, aber auch das Telefon. Einfach mal den Akku anfassen, wenn er schon einige Zeit vollständig geladen ist, aber noch an der Strippe hängt. Wenn er dann noch warm ist, wird er überladen. Das macht ihn kaputt und belastet darüber hinaus die Stromrechnung.

Regelmäßig neustarten

Fühlt es sich dagegen kalt an, kann es auch stecken bleiben, wenn man schlafen geht. Das Gleiche gilt auch für ein Ladegerät, das in der Steckdose bleibt, wenn das Smartphone abgezogen wurde.

Was auf jeden Fall die Laufzeit verlängert, ist ein gelegentliches Ausschalten des Geräts. Dadurch werden Hintergrund-Prozesse geschlossen, die nicht mehr gebraucht werden. Das bringt nicht nur wertvolle Laufzeit, sondern spart auch Energie - und damit Geld. Das sollte einmal die Woche geschehen oder am besten - der Erholung zuliebe - jede Nacht. Es reicht aber auch ein simpler Neustart.

(Peter Giesecke)

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  • Ohje Zuletzt kommentiert von Simon. am 26.06.2014 um 16:11 Uhr
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