Security

Komplettes Büro auf dem USB-Stick

Firefox, Thunderbird, Open Office und viele weitere Programme lassen sich mittlerweile direkt von einem USB-Stick starten. So ist immer und überall das komplette Büro griffbereit.

10.11.2006, 12:51 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Firefox, Thunderbird, Open Office und viele weitere Programme lassen sich mittlerweile direkt von einem USB-Stick starten. So ist immer und überall das komplette Büro griffbereit.
Büro im Stick-Format
Mittlerweile besitzen viele Anwender einen oder mehrere USB-Sticks, aber nur die wenigsten wissen, dass die kleinen Speichermedien mehr als nur Daten transportieren können. Darauf abgespeicherte Programme können ohne eine Installation direkt gestartet werden. Werden Firefox, Thunderbird und Open Office auf den transportablen Flash-Speicher gepackt, ist immer das komplette Büro griffbereit. Ein weiterer Vorteil: Auf dem fremden Rechner werden so gut wie keine Spuren hinterlassen. Favoriten, Cookies und E-Mails werden direkt auf dem Flash-Speicher abgelegt.
Spezielle Programme
Ganz so einfach ist die Sache aber doch nicht, denn Programme direkt von der Festplatte auf einen USB-Stick transferieren und starten, funktioniert nicht. Nutzer benötigen angepasste Versionen der Programme, die meistens mit dem Zusatz "Portable" gekennzeichnet sind. Auf portableapps.com findet sich eine Sammlung der wichtigsten Anwendungen, für die es eine mobile Version gibt. Portable Firefox, Thunderbird Portable und Open Office.org Portable sind nur einige Beispiele.
Die portablen Programme lassen sich aber nicht nur auf einen USB-Stick packen, sondern auch auf anderen Flash-Speichermedien. Beispielsweise können die Anwendungen auch von einer SD- oder einer CompactFlash-Karte gestartet werden. Dafür wird lediglich ein Kartenlesegerät am Computer oder ein spezieller Adapter für den Anschluss an die USB-Schnittstelle benötigt.
Sicherheit hat Vorrang
Die Benutzung von fremden Rechnern birgt aber auch einige Sicherheitsrisiken. Vor allem die Gefahr durch Viren darf nicht unterschätzt werden. Aus diesem Grund sollte das portable Büro stets mit einem Antivirenprogramm geschützt sein. Wahlweise kann Portable ClamWin verwendet werden, aber auch das beliebte AntiVir Personal Edition (www.free-av.de) lässt sich auf einen USB-Stick installieren. Eine kleine Einschränkung: Das Antivirenprogramm muss im Gegensatz zur PC-Installation manuell gestartet werden. Bei Internet-Cafes besteht zusätzlich die Gefahr, dass im Hintergrund Spionageprogramme laufen, deren Keylogger die Eingabe von Passwörtern und Zugangsdaten protokollieren. Grundsätzlich gilt: an fremden PCs keine wichtigen Daten eingeben.
Neuer Softwarestandard für mehr Komfort
Die Firmen M-System und SanDisk haben in Kooperation mit anderen Herstellern einen neuen Software-Standard entwickelt, der die Benutzung von Programmen auf USB-Sticks vereinfacht. Der U3-Standard ermöglicht das Aufrufen der Anwendungen über den Launchpad, der dem Windows Startmenü sehr ähnlich ist. Über dieses Menü werden sämtliche Programme einmalig installiert, verwaltet und auch wieder deinstalliert. Geeignete Anwendungen für den Einsatz mit einem U3-USB-Stick finden sich auf www.u3.com zum Download. Kompatible USB-Sticks sind ganz einfach am aufgedruckten U3-Logo erkennbar. Manchmal werden die Namen der Produkte auch mit dem Zusatz "U3" versehen, wie beispielsweise beim Kingston U3 DataTraveler.

(Nam Kha Pham)

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