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Köln: Vergabe der neuen lokalen TLDs .koeln und .cologne startet am 12. Juni

Köln startet ab dem 12. Juni die erste Phase der Vergabe der neuen lokalen Top-Level-Domains .koeln und .cologne. Rund 100.000 Vorreservierungen liegen bereits vor. Registrar NetCologne bietet die .Koeln-Endungen für 1,11 Euro pro Monat an.

06.06.2014, 16:46 Uhr
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Immer mehr Menschen sind im Internet mit einer eigenen Homepage vertreten. Im März verzeichnete die DENIC rund 15,6 Millionen registrierte de.-Domains. Wer in der Masse der digitalen Präsenzen mit seiner Webseite auffallen will, hat es schwer. Seit Anfang des Jahres lassen sich in Deutschland erste neue Top-Level-Domains (TLD) mit Endungen wie .land., .photography, .tips oder mit den Namen einzelner Städte registrieren. Im Januar ging beispielsweise als weltweit erste Städte-Domain .berlin online. Auch die Domstadt Köln mit ihren rund eine Million Einwohnern will im Netz mit eigenen TLDs vertreten sein und schickt in Kürze .koeln und .cologne an den Start. Am Donnerstag präsentierten unter anderem Vertreter der Stadt Köln, von Registrar NetCologne sowie dem lokalen Verkehrsunternehmen KVB in der Kölner Innenstadt eine speziell mit den neuen Köln-TLDs designte Straßenbahn (Linie 1 zwischen Köln-West und Bensberg), die Werbung für die neuen lokalen Internetadressen machen soll.

Bereits rund 100.000 Vorreservierungen

Kölns Stadtdirektor Guido Kahlen zeigte sich erfreut, dass die Millionenstadt künftig über die neuen TLDs verfügt. Es sei wichtig, im Netz direkt auffindbar zu sein. Auch bei den Suchmaschinen würden die neuen Städte-Domains höher gelistet. "Die Menschen sind weltweit vernetzt, aber es findet eine Rückbesinnung auf die Region und Heimat statt".

Mit .koeln bzw. der englischsprachigen Version .cologne habe man die richtige Antwort gefunden. Es gebe bereits rund 100.000 Vorreservierungen für die neuen Internetadressen, das entspreche rund 10 Prozent der Kölner Bevölkerung. Kahlen rechnet daher mit einem wirtschaftlichen Erfolg, zumal sich die Rheinmetropole auch gerne als Internetstadt darstellt.

Erste Phase der Domainvergabe startet am 12. Juni - Freier Verkauf ab 5. September

Mit vor Ort vertreten war auch Jost Hermanns, Geschäftsführer des regionalen Telekommunikationsanbieters NetCologne. Das Unternehmen betreibt die technische Plattform (Registry) für die Domain und fungiert auch als Registrar. "Wir sind ein bisschen stolz auf uns" betont Hermanns in Hinblick auf den Abschluss des aufwändigen Prüfungsprozesses der ICANN, der weltweiten Koordinierungsstelle für die Vergabe von Internetadressen. Die Vergabe der neuen Domains wird in vier Etappen erfolgen. Am 12. Juni beginnt die sogenannte 30-tägige "Sunrise Phase", die Markeninhabern vorbehalten ist. Unternehmen können ihren geschützten Namen bei Bedarf für eine .koeln- oder .cologne-Domain registrieren. Ab dem 14. Juli folgt erneut für einen Zeitraum von 30 Tagen eine Sonderphase für Kölner Vereine und Non-Profit-Organisationen. Denkbar sind hier beispielsweise auch Adressen wie 1fc.koeln oder fortuna-koeln. Bereits vorreservierte Domains werden in dieser Phase fest zugewiesen.

Die "Landrush Periode" startet am 26. August und dauert zehn Tage. In diesem Zeitraum werden .koeln-Domains im Rahmen einer Rückwärts-Auktion versteigert. Am ersten Tag liegt der Preis für eine Domain bei 100.000 Euro, Bieter haben dann die größte Chance, sich die gewünschte Adresse zu sichern. Der Preis sinkt schrittweise bis auf 50 Euro am letzten Tag. Der freie Verkauf der .koeln-Endungen beginnt ab dem 5. September. Alle Domains, die nicht in der Landrush-Periode verkauft wurden, lassen sich dann von Jedermann registrieren. Der Registrar NetCologne berechnet für die TLDs .koeln bzw. .cologne jeweils karnevalistische 1,11 Euro pro Monat.

Erste Internetseiten mit .koeln-Endung könnten schon im Juni, direkt nach der ersten Vergabe-Runde, im Netz zu finden sein.

(Jörg Schamberg)

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