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Kobo-Offensive: Arc-Tablets 7, 7HD und 10HD sowie E-Reader Aura vorgestellt

Der kanadische Technologiekonzern Kobo hat drei neue Tablets der Arc-Serie sowie einen weiteren beleuchteten E-Reader, den Kobo Aura, vorgestellt, die bis Jahresende auch nach Deutschland kommen sollen. Neues gibt es auch bei Diensten und Angeboten - unter anderem einen eigenen Shop für Kinderbücher.

30.08.2013, 13:54 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Der kanadische Gerätehersteller Kobo hat drei neue Arc-Tablets und einen weiteren beleuchteten E-Book-Reader vorgestellt. Der Kobo Aura verfügt ebenfalls über ein E-Ink-Display im 6-Zoll-Format, welches aber mit 1.014 x 758 Pixeln geringfügig niedriger auflöst, dank einer verbesserten Bildschirmtechnologie ("Low Flash Waveform") aber ohne störende Blend- und Ghosting-Effekte auskommen soll. Auch das bisher nach einigen Blättervorgängen übliche kurze Aufflackern soll mit der neuen Anzeige nicht mehr auftreten.

Kobo Aura unterstützt Pinch-to-Zoom

Darüber hinaus unterstützt der 174 Gramm schwere Aura Pinch-to-Zoom und bietet damit analog zu Smartphones oder Tablets die Möglichkeit, dargestellte Inhalte mit zwei Fingern zu vergrößern beziehungsweise zu verkleinern. Aufgebohrt hat Kobo zudem den integrierten Speicherplatz, der mit 4 Gigabyte (GB) nun die doppelte Datenmenge fasst. Weitere 32 GB lassen sich per Micro-SD-Karte hinzufügen.

Im Koboshop erworbene E-Books werden darüber hinaus automatisch in der Cloud gespeichert und können jederzeit wieder heruntergeladen werden. Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen zählen eine 1-GHz-CPU und WLAN-Unterstützung. Bei der E-Book-Darstellung bietet das Gerät elf Schriftarten mit 24 Schriftgrößen mit einstellbarer Linienstärke und individuellen Schärfegraden.

Akkulaufzeit von bis zu zwei Monaten

Die Palette der übrigen Features umfasst eine Notiz-, Markierungs- und Lesezeichenfunktion sowie ein integriertes Wörterbuch. Eigene Anpassungen werden dabei nahtlos auf sämtlichen Kobo-Geräten und -Apps synchronisiert. Lieblingspassagen oder Zitate lassen sich direkt auf Facebook teilen. Ebenfalls mit an Bord sind ein Web-Browser sowie zwei Spiele. Zu den unterstützten Text- und Leseformaten gehören EPUB (DRM), PDF, MOBI, TXT, HTML, XHTML und RTF. Bei Bildern und Grafiken stehen die Endungen JPEG, GIF, PNG oder TIFF zur Auswahl; bei Comicbüchern lassen sich die Formate CBZ und CBR nutzen.

Gegenüber dem Glo deutlich gesteigert hat sich die maximale Akkulaufzeit. So soll der Aura bei einem Lesepensum von 30 Minuten täglich bis zu zwei Monate ohne Stromzufuhr nutzbar bleiben – vorausgesetzt, das WLAN-Modul ist deaktiviert. Keine signifikante Rolle spielt laut Kobo hingegen, ob die Hintergrundbeleuchtung ein- oder ausgeschaltet ist. Der neue E-Reader ist in schwarz und pink erhältlich. Ein genauer Erscheinungstermin in Deutschland steht noch nicht fest; in Nordamerika, Australien und Neuseeland ist der Aura ab dem 16. September für rund 150 Dollar (rund 112 Euro) erhältlich. Beim älteren Modell Kobo Glo dürfte der Neuzugang derweil für einen Preisrutsch sorgen. Weitere Informationen zum Kobo Aura finden sich auf der deutschen Hersteller-Homepage.

Im Segment der Flachrechner gesellen sich zum bereits erhältlichen Kobo Arc die Typen Arc 7, Arc 7HD und Arc 10HD. Die Vervierfachung des bisherigen Geräteparks macht deutlich, dass auch Kobo verstärkt auf das boomende Tablet-Geschäft setzt. Als Betriebssystem dient jeweils Android 4.2.2 (Jelly Bean). Anders als Amazon mit seinen Kindle-Tablets verzichtet Kobo dabei auf Einschränkungen und gestattet etwa den freien Zugang zum offiziellen Google Play Store.

Kobo Arc 7

Als neues Einsteiger-Modell positioniert Kobo das 360 Gramm schwere Arc 7 mit 7-Zoll-Display und einer Auflösung von 1.024 x 600 Pixeln. Das 360 Gramm schwere Gerät verfügt über 8 GB (auf bis zu 32 GB erweiterbaren) Speicherplatz, einen Quad-Core-Prozessor mit 1,2 GHz Taktrate und 1 GB DDR3L-RAM. Des Weiteren finden sich eine 0,3-Megapixel-Frontkamera, Sensoren für Lage, Beschleunigung und Umgebungslicht sowie Mono-Lautsprecher, Kopfhörerbuchse und Mikrofon.

Inhalte lassen sich drahtlos über WLAN (802.11 b/g/n) oder Bluetooth 4.0 übertragen; kabelgebunden stehen ein Micro-USB-Port und Micro-HDMI-Ausgang zur Verfügung. Bei E-Books wird ausschließlich das EPUB-Format unterstützt. Die maximale Laufzeit des Arc 7 beträgt Kobo zufolge 9 Stunden; im Standby sollen sich bis zu 20 Tage erreichen lassen. Der integrierte Akku hat eine Kapazität von 4.200 mAh. Als unverbindliche Preisempfehlung nennt der Hersteller 150 Dollar (rund 112 Euro). Ein Erscheinungstermin für Deutschland ist noch unklar; in ausgewählten Märkten startet das Tablet Mitte Oktober. Mehr Details finden sich auf der deutschen Kobo-Homepage.

Kobo Arc 7HD

Für höhere Ansprüche schickt Kobo in der 7-Zoll-Klasse das Arc 7HD ins Rennen. Wie der Name schon erahnen lässt, verfügt das Tablet über ein hochauflösendes Display mit 1.920 x 1.200 Pixeln und einer Punktdichte von 323 dpi. Zum Vergleich: Das gleich große Kindle Fire HD erreicht eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln. Unter der Haube des Kobo-Gerätes sorgen ein Vierkernprozessor vom Typ Nvidia Tegra 3 mit 1,7 GHz und 1 GB DDR3L-RAM für Vortrieb. Der nicht erweiterbare interne Speicher ist in den Größen 16 und 32 GB erhältlich. Zur übrigen Ausstattung zählen eine 1,3-Megapixel-Kamera für HD-Videotelefonate (720p), WLAN-Modul (820.11 b/g/n) und Bluetooth 4.0.

Ebenfalls verbaut sind diverse Sensoren, ein Mono-Lautsprecher, Mikrofon, Micro-USB-Anschluss, Micro-HDMI-Ausgang und eine 3,5-Millimeter-Kopfhörerbuchse. Digital-Bücher lassen sich im EPUB-Format öffnen. Der Akku leistet 4.200 mAh und soll bis zu 8 Stunden durchhalten. Im Standby-Betrieb ist Kobo zufolge nach spätestens 14 Tagen Schluss.

In Sachen Preis rufen die Kanadier rund 200 Dollar (150 Euro) für die 16-GB-Version sowie rund 250 Dollar (188 Euro) für das 32-GB-Modell auf. Als Erscheinungsdatum wird der 16. Oktober genannt. Ob der Flachrechner dann auch bereits in Deutschland zu haben sein wird, ist bisher nicht bekannt. Weitere Informationen zum Arc 7HD sind über die deutsche Kobo-Homepage zugänglich.

Als Tablet-Flaggschiff der aktuellen Kobo-Palette fungiert das Arc 10HD. Das Gerät verfügt über ein 10-Zoll-Display mit 2.560 x 1.600 Bildpunkten bei einer Punktdichte von 300 dpi, eine Quad-Core-CPU vom Typ Nvidia Tegra 4 mit 1,8 GHz und 2 GB DDR3L-RAM. Etwas enttäuschend ist der interne Speicherplatz: Hier stellt Kobo lediglich 16 GB zur Verfügung, die sich nicht erweitern lassen.

Arc 10HD

Weitere Features umfassen eine 1,3-Megapixel-Kamera für HD-Videotelefonate (720p), Dual-Stereo-Lautsprecher, Mikrofon, mehrere Sensoren, Dual-Band-WLAN (820.11 a/b/g/n) und Miracast-Unterstützung für WLAN-Mediastreaming. Ebenfalls vorhanden sind Bluetooth 4.0, Micro-USB-Port, Micro-HDMI-Ausgang und eine 3,5-Millimeter-Kopfhörerbuchse. E-Books werden im EPUB-Format unterstützt. Für genug Ausdauer soll ein 6.550-mAh-Akku sorgen.

Bei ausschließlicher Nutzung des speziellen Lesemodus' soll das Gerät mehr als zehn Tage ohne Energiezufuhr auskommen – ob das realistisch ist, muss sich in der Praxis aber noch beweisen. Ansonsten nennt Kobo 9,5 Stunden als Maximalwert. Im Standby sind demnach bis zu 25 Tage möglich. Erhältlich ist das in Schwarz gelieferte Tablet ab Mitte Oktober für rund 400 Dollar (300 Euro). Zu Kosten und genauer Verfügbarkeit in Deutschland ist noch nichts bekannt. Allerdings sollen sämtliche Arc-Tablets noch vor Jahresende auch bei deutschen Händlern erhältlich sein. Mehr zum Arc 10HD verrät die deutsche Hersteller-Homepage.

Neue Shops für Kinderbücher und Zeitschriften

Weitere Neuerungen sind im Bereich von Angebot und Diensten angekündigt. So startet Kobo ab September zunächst in Nordamerika mit einem eigenen digitalen Zeitschriftenangebot aus den Bereichen Mode, Wissenschaft, Wirtschaft und Technologie. Die Inhalte stammen von mehreren international agierenden Verlagen, darunter auch die deutsche Bauer Publishing Group, und sind sowohl über die Kobo-Apps für Smartphones und Tablets als auch die Arc-Tablets zugänglich.

Darüber hinaus ist geplant, einen separaten Buch-Shop für Kinder einzurichten. Dieser soll über abgesicherte Suchfunktionen sowie spezielle Benutzerkonten verfügen und insgesamt rund 100.000 Titel vorhalten. Wann das Kinder-Angebot nach Deutschland kommt, ist allerdings unklar - zugänglich ist der Kids-Store ab September zunächst für Nutzer aus Nordamerika, Großbritannien, Frankreich und Italien.

(Christian Wolf)

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