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Knowledge Vault: Ein neuer Algorithmus für Google Now

Mit Knowledge Vault, dem Nachfolger von Knowledge Graph, wird der Lernprozess automatisiert. Das soll auch Google Now zugute kommen.

Google© Google

Google ist nicht nur eine Suchmaschine, die sich auf die Suche macht, wenn der Nutzer aufs Knöpfchen drückt. Google weiß auch viel und sammelt diese Daten im Knowledge Graph. Mit dessem Nachfolger Knowledge Vault wird dieser Lernprozess nun automatisiert. Dies berichtet der New Scientist.

Von Hand gepflegte Daten

Der Nutzer der Google-Suche sieht diese Fakten-Sammlung, wenn er einen lexikalischen Begriff eingibt - eine Person oder ein Ort. Dann erscheint rechts neben den Suchergebnissen ein Info-Kasten, der auf den ersten Blick wie ein Wikipedia-Eintrag aussieht.

Tatsächlich greift Google auf die Daten von Wikipedia zu, nutzt aber auch andere Quellen. Das Problem dabei: Die Daten werden von Menschen zusammengesucht und in die Datenbank eingegeben. Das kostet Zeit und Geld.

Mehr Daten für komplexere Fragen

Meist reicht dies für "schnell mal googeln", wenn es nur darum geht, das Geburtsdatum eines Schauspielers herauszufinden. Aber um Fragen von Google Now zu beantworten, müssen oft mehr Informationen vorliegen und diese auch noch intelligent verknüpft werden.

Knowledge Vault als Nachfolger von Knowledge Graph soll genau dies leisten. Google Now soll dann nicht nur die Frage beantworten können, wie morgen das Wetter wird, sondern irgendwann auch, warum das Wetter morgen so wird.

Nicht alles, was gefunden wird, ist wahr

Knowledge Vault hat bereits 1,6 Milliarden Fakten gesammelt. Das sind aber immer noch weniger Daten, als sich aktuell im Knowledge Graph finden. 271 Millionen dieser Daten gelten als "vertrauenswürdige Fakten", die allerdings nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent wahr sein sollen.

Google gibt sich bei seiner Bewertung anscheinend damit zufrieden, dass Fakten in den Weiten des Internets immer wieder genannt werden - auch wenn ein Fehler im Ursprung liegt und dieser immer wieder abgeschrieben wurde.

(Peter Giesecke)

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