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Klein und sexy: Minicomputer im Trend

Wenn im Fernsehen GZSZ läuft, darf der Computer nicht stören: Leise Computer im Miniformat erobern immer mehr die deutschen Wohnzimmer.

24.03.2005, 08:35 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Lange fristeten Mini-PCs ein Nischendasein. Inzwischen sind die schmucken kleinen Kisten längst kein exklusives Sammlerstück mehr, sondern auf dem Vormarsch in den Mainstream. Nicht zuletzt die diesjährige CeBIT hat den Aufschwung dieser Computerkategorie bestätigt.
Klein, aber oho
Immer mehr Computeranwender wollen den PC nicht mehr nur im Büro haben. Mit dem Trend zur Multimedia-Maschine setzt sich der PC auch im heimischen Wohnzimmer fest. Doch nicht jeder ist bereit, ein großes, graues Towergehäuse in die gute Stube zu stellen. Aber nicht nur der Optik wegen: Auch der Lautstärkepegel ist ein wichtiges Kriterium.
Wenig Raum, viel Power
Doch es geht auch ohne Lärm und häßliche Riesenrechner. Die neuen Mini-PCs zeichnen sich gerade durch kleine Abmessungen und geringe Geräuschbelastung aus. Die Kleinen sparen nicht nur Platz und Nerven, sondern bieten auch ordentliche Leistung. Sogar anspruchsvolle Benutzer können mit einem Mini glücklich werden.
Die Mini-Spezialisten haben in der Regel für jeden Anspruch das passende Modell, egal ob man einen AMD64 Prozessor oder doch lieber einen Pentium IV der neuen Generation bevorzugt. Auch die neuen PCI-Express Grafikkarten werden je nach System unterstützt. Natürlich gibt es Minis auch mit 16x DVD-Brenner, dicken Festplatten mit 200 Gigabyte und mehr und ordentlichem Arbeitsspeicher. Auch anschlussfreudig können die Kleinen sein: TV-Out, USB 2.0, Card Reader 6-in-1, TV-Ausgang, 6-Kanal Audio sind keine Seltenheit.
Nur ein Drittel der normalen Bauhöhe eines Towergehäuses wird für diese Systeme benötigt. Trotzdem entsteht kein Hitzestau, dafür sorgt ein ausgeklügeltes Kühler und Lüftersystem im Inneren. So ein Platzwunder ist ein garantierter Hingucker auf jeder Lanparty. Ganz vorne dabei im Mini-Segment ist der Hersteller Shuttle, aber auch andere haben inzwischen kleine Computer im Programm.
Der Preis ist heiß
Alles andere als klein ist bei den Minis aber der Preis. Solche High End Minicomputer werden ab circa 1.100 Euro angeboten, je nach Ausstattung. Natürlich gibt es neben den High End Boliden auch Geräte, die für den Officebetrieb vollkommen ausreichen. Diese liegen dann unter der 1.000 Euro Grenze. Doch es geht auch anders.
Denn wer sich seinen Computer lieber selbst zusammenstellen will, kann das natürlich auch machen. Denn neben den komplett ausgestatteten Mini-PCs gibt es noch die Barbone-Fraktion. Das sind Grundbausteine, die ein versierter Computernutzer um die Komponenten seiner Wahl erweitern kann. Vorgegeben sind meistens nur Gehäuse, Mainboard, Netzteil und CPU-Lüfter.
Barebones für Individualisten
Dank vielseitiger Kombinationen ist bei Barebone-Systemen für jeden etwas dabei. So ein Basis-Rechner wird ab 200 Euro angeboten. Einen kleinen Wermutstropfen haben die kleinen Computer allerings doch: Bedingt durch die Größe, sind maximal ein bis zwei PCI-Steckplätze frei. Wer also eine separate Audiokarte und noch dazu eine TV-Karte einsetzen will, stößt an die Grenzen der Mini-Welt.
Man trägt wieder Mini: Die Zeichen der Zeit haben inzwischen auch andere Hersteller entdeckt. Neben Marktführer Shuttle haben auch ASUS und MSI die kleinen leistungsstarken Mini-PCs in ihr Programm aufgenommen. Und nicht zu vergessen, wenn auch nicht unbedingt vergleichbar: Der Mac mini.

(Holger Dankelmann)

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