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Klassisches Telefongeschäft ist Auslaufmodell

Der aggressive Verdrängungswettbewerb und fallende Preise setzen die europäischen Telekom-Unternehmen laut einer Studie der Beratungsfirma A.T. Kearney immer stärker unter Druck.

10.02.2010, 12:51 Uhr (Quelle: DPA)
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Das klassische Telefongeschäft über Festnetz oder Handy ist nach einer Studie der Beratungsfirma A.T. Kearney ein Auslaufmodell. Ein aggressiver Verdrängungswettbewerb, fallende Preise und rückläufige Umsätze setzen die europäischen Telekom-Unternehmen immer stärker unter Druck.
Bis 2013 nur noch Kostendeckung
"Die Umsätze pro Gesprächsminute sinken derart schnell, dass sie etwa im Mobilfunk bis 2013 nur mehr die Kosten decken könnten", teilte A.T. Kearney am Mittwoch in Düsseldorf mit. Nur wer auf Breitband-Anwendungen und Online-Dienste setze und zudem Mobilfunk und Festnetz zusammenführe, könne sich Vorteile im Wettbewerb verschaffen.
Mobiles Internet und andere breitbandige Anwendungen seien derzeit der Wachstumsmarkt. Der Anteil dieses Bereichs am gesamten Umsatz der europäischen Telekom-Branche werde sich bis 2013 von derzeit fünf auf 22 Prozent zunehmen, schrieb der Autor der Studie, Hagen Hastenteufel. Aber auch in diesem Bereich wachse die Konkurrenz, wie solch prominente "Quereinsteiger" wie Google und Apple zeigten.
Mobilfunk und Festnetz aus einer Hand
In Europa hätten sich inzwischen nahezu alle vormals staatlichen Anbieter auf die neue Situation eingestellt und ihre Festnetz- und Mobilfunkaktivitäten integriert. Die Deutsche Telekom hatte im vergangenen Jahr beide Bereiche zusammengefasst. Die Zusammenlegung hätte zudem den Effekt, die Kundenbindung zu erhöhen und mehr Neukunden zu gewinnen. So könne die Wechselbereitschaft um mehr als die Hälfte reduziert werden, hieß es.

(Michael Posdziech)

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