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klarmobil.de startet Initiative nach Werberatsrüge

Nach der Kritik des Deutschen Werberates, die klarmobil.de-Werbung könne Jugendliche zum Handydiebstahl verleiten, antwortet das Unternehmen mit einer Spendenaktion.

09.02.2006, 13:36 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Der Deutsche Werberat ist nicht damit einverstanden, wie klarmobil.de für seine Angebote wirbt. Die Werbefilme, in denen Personen als Gorilla verkleidet Passanten um ihr Handy erleichtern, könnten falsch verstanden werden. Nach Ansicht des Werberats verleitet der Mobilfunk-Discounter damit Jugendliche zu kriminellen Handlungen. klarmobil.de ist da natürlich anderer Meinung: das Unternehmen geht davon aus, dass "die Mehrheit der Zuschauer den klaren Satire-Charakter der Spots" erkennt. "Dass wir nicht ernsthaft Jugendliche anleiten, wie man als Affe maskiert einen Diebstahl begeht, ist doch wohl offensichtlich", so klarmobil.de-Geschäftsführer Hartmut Herrmann.
Initiative gegen Rüge
Anscheinend will klarmobil.de aber, dass kein Zweifel daran bleibt, wie das Unternehmen dem Thema Jugendkriminalität gegenübersteht und ruft jetzt die zweite Phase des Jugendhilfsprojekts "Gorilla hilft!" ins Leben. Nach dem Angebot der Initiative, Streetworker mit kostenlosen Nokia-Handys und klarmobil.de-Karten auszustatten, geht "Gorilla hilft!" jetzt noch einen Schritt weiter. Alle Neukunden sind ab sofort dazu aufgerufen, die Gutschrift des Startguthabens in Höhe von zehn Euro als Spende an die Initiative abzugeben. Dafür reicht ein Häkchen bei der Auftragseingabe, dass der Besteller das Geld spenden möchte. Das Internet-Formular im Onlineshop bei klarmobil.de soll diese Option ab heute Nachmittag anbieten.
Startguthaben für guten Zweck
Das gespendete Startguthaben wird von der Initiative "Gorilla hilft!" direkt an das Spendenkonto des Berliner Vereins Gangway e.V. weitergeleitet. Der Verein setzt sich für Straßenkinder und andere hilfsbedürftige Jugendliche in der Bundeshauptstadt ein. Auch Bestandskunden und Interessenten können unter dem Stichwort "Gorilla hilft!" dem Verein eine Spende zukommen lassen. Details der Aktion finden sich im Internet, auf der Website der Initiative. "Unser gesamtes Team nimmt das Thema Jugendkriminalität sehr ernst. Wir alle engagieren uns mit unserer Aktion für Jugendliche, weil es uns wichtig ist, wirklich etwas zu bewirken", erklärt Herrmann. Schließlich würde durch das Absetzen des Spots weder Jugendlichen geholfen, noch auch nur ein Handy weniger geklaut.

(Aleksandra Leon)

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