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Klage gegen Anti-Abwerbe-Pakt: Google, Apple und Co. zahlen 325 Millionen Dollar

Mehr Chance auf Karriere: Das forderten tausende Mitarbeiter und klagten gegen den Anti-Abwerbe-Pakt großer IT-Konzerne wie Apple und Google. Abwerben konnte offenbar den Job kosten. Die IT-Riesen sollen gezahlt haben - aber weit weniger als gefordert.

29.04.2014, 00:01 Uhr (Quelle: DPA)
Apple© Apple

Gute Ausbildung, perfekte Bewerbung, und trotzdem keine Chance auf Karriere per kurzem Dienstweg? Das wollten 64.000 Mitarbeiter der Technologie-Tanker Apple, Google, Intel und Adobe nicht mehr hinnehmen. Sie klagten gegen die Absprachen der Konzerne zwischen 2005 und 2009, keine Mitarbeiter der Konkurrenz abzuwerben. Begründung: Das verhindere Karrierechancen. Sie forderten 3 Milliarden Dollar - und erzielten einen Teilgewinn.

Frau gefeuert - Jobs mailte "Smiley"

Gerichtsunterlagen zufolge ist der Streit offenbar beigelegt worden. Näheres wird nicht erwähnt. Die Unternehmen sollen insgesamt 325 Millionen Dollar gezahlt haben. In einem Monat sollte der Prozess in dem Fall beginnen.

Im Mittelpunkt in dem Verfahren standen vor allem Apple und Google. So bekam ein E-Mail-Wechsel zwischen Apple-Gründer Steve Jobs und dem damaligen Google-Chef Eric Schmidt viel Aufmerksamkeit. Nachdem eine Mitarbeiterin von Googles Personalabteilung per E-Mail einen Apple-Entwickler angesprochen hatte, beschwerte sich Jobs bei Schmidt. Die Reaktion fiel hart aus: Google versicherte, dass die Frau sofort gefeuert werde und so etwas nicht wieder vorkommt. Jobs quittierte dies beim internen Weiterleiten der Mail mit einem Smiley.

Google und Apple waren vor dem Aufstieg des Betriebssystems Android noch mehr Partner als Rivalen. Mit der Abmachung wollten sie einen Wettstreit um Mitarbeiter vermeiden. Dem später für illegal erklärten Pakt schlossen sich auch der Chiphersteller Intel, die Software-Firmen Adobe und Intuit, das "Star Wars"-Studio Lucasfilms und der Animations-Spezialist Pixar an. Intuit, Lucasfilms und Pixar einigten sich bereits vorher mit den Klägern.

(Dorothee Monreal)

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