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Kino.to ist unter dem Namen kinox.to zurück

Ein Klon der Streaming-Plattform kino.to hat den Weg ins Internet gefunden. Unter dem Namen kinox.to sind wieder diverse (aktuelle) Filme kostenlos über das Internet abrufbar.

12.07.2011, 12:46 Uhr (Quelle: DPA)
Browser© Diego Cervo / Fotolia.com

Wenige Wochen nach der Abschaltung des illegalen Filmportals kino.to ist eine Kopie online. Die Website kinox.to hat augenscheinlich das gleiche Layout und verlinkt wie der Vorgänger zu aktuellen Filmen und Dokumentationen, die auf anderen Servern liegen und per Stream angesehen werden können.

Betreiber verspotten die Medienindustrie

Auf der Startseite verspotten die Macher Medienindustrie und Staat: "Denkt ihr wirklich ihr könnt uns stoppen nur weil ihr haufenweise Geld habt?" Am Dienstagvormittag war die Website aufgrund der aktuellen Berichterstattung vieler Nachrichtenmagazine und Blogs teilweise nicht zu erreichen.

Ermittler hatten im Juni mehrere Betreiber von kino.to festgenommen, Konten und Luxusautos beschlagnahmt und die Website gesperrt. Sie bezeichneten die Plattform kino.to als "hochkriminelles und profitorientiertes System".

GVU warnt potenzielle Nutzer

Mit der Veröffentlichung eines kino.to-Klons hatte die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) schon vor einigen Wochen gerechnet. "Das Interesse an der Übernahme von kino.to-Nutzern ist unter digitalen Hehlern erwartungsgemäß hoch. Dass es vergleichsweise lange gedauert hat, bis diese Resteverwertung von kino.to online gestellt wurde offenbart, wie empfindlich die Aktion der Generalstaatsanwaltschaft Dresden die Szene getroffen hat. Insgesamt macht das Verfahren schon jetzt deutlich, dass die Köpfe hinter dem parasitären System kino.to eindeutig wirtschaftlich motivierte Kriminelle sind", teilte die GVU am Dienstag mit.

Außerdem geht man bei der GVU davon aus, dass infolge des wochenlangen Medieninteresses an dem Fall kino.to allen potenziellen Nutzern "die Illegalität solcher Angebote" bewusst sein dürfte. Allerdings stellt das reine Streamen von Filmen keine juristisch eindeutig geklärte Verfehlung dar. Vielmehr handelt es sich um eine Grauzone, wie zum Beispiel auch ein Fach-Anwalt gegenüber onlinekosten.de erklärte.

Die Nutzung von Portalen wie kinox.to stellt demnach durchaus ein Risiko dar. Auch durch diverse Abofallen, die hinter aufklappenden Werbefenstern und Download-Aufforderungen lauern. Ob die GVU gegen kinox.to vorgeht, ist noch offen. Man werde beobachten, ob das Angebot eine "kritische Größe" überschreite, sagte eine Sprecherin. Mehrere Portale hätten bereits vergeblich versucht, sich als Nachfolger von kino.to zu etablieren.

(Hayo Lücke)

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