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Kino.to: Flucht endete in Delmenhorst

Und wieder klickten die Handschellen: Auch der letzte Macher des Filmportals kinto.to ist offenbar geschnappt. Den Tätern drohen bis zu 15 Jahre Haft.

07.11.2011, 17:46 Uhr (Quelle: DPA)
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Auch der letzte mutmaßliche Macher hinter dem illegalen Internet-Filmportal kino.to ist gefasst. Polizisten der sächsischen Sonderermittlungseinheit Ines haben einen jungen Mann aus Norddeutschland am Sonntag im niedersächsischen Delmenhorst festgenommen.

Seit 8. Juni auf der Flucht

Er sei seit Juni auf der Flucht gewesen, wie der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden, Wolfgang Klein, am Montag sagte. Dem Mann wird vorgeworfen, im großen Umfang Raubkopien von Filmen über das Internet verbreitet zu haben. Zudem soll er am Aufbau und Betrieb des Nachfolgeportals video2k.tv beteiligt gewesen sein.

Am 8. Juni waren bei einer europaweiten Durchsuchungsaktion mehrere Beschuldigte festgenommen worden, die als Betreiber der illegalen Plattform gelten. Bei kino.to waren nach früheren Angaben zuletzt mehr als eine Million Links auf geschützte Werke aus Film und Fernsehen im Angebot, monatlich kamen etwa 131.000 hinzu.

Millionenfach Recht verletzt

Die Drahtzieher des illegalen Netzwerkes saßen in Leipzig. Auf Konten fanden die Ermittler rund 2,5 Millionen Euro. Das Geld wurde beschlagnahmt. Ende September wurde erste Anklage wurde erhoben. Diesem Beschuldigten wird vorgeworfen, in mehr als einer Million Fällen gewerbsmäßig das Urheberrecht verletzt zu haben.

(Dorothee Monreal)

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