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Kinder-Porno- und Hacker-Ring zerschlagen

Italienische Behörden hebeln einen Kinderschänder-Ring aus, während die Polizei in Russland einen Erfolg gegen Hacker vermelden kann.

25.05.2005, 10:27 Uhr
Netzwerk© TheSupe87 / Fotolia.com

Die italienische Justiz hat einen Kinderschänder-Ring mit fast 200 Mitgliedern zerschlagen, der pornographische Bilder von Kindern über das Internet verbreitete. Unter den Verdächtigen seien drei Priester, ein Bürgermeister, ein Sozialarbeiter und ein Verkehrspolizist, teilte die Staatsanwaltschaft im sizialinischen Syrakus mit. Die Ermittler seien der Bande vor etwa einem Jahr auf die Spur gekommen, nachdem die Kinderschutzorgansiation "Telefono Arcobaleno" Anzeige erstattet hatte.
Informatiker der Polizei fanden laut Staasanwaltschaft im Internet einen Server, der Fotos bereitstellte, auf denen Kinder zwischen vier und acht Jahren sexuell missbraucht und brutal misshandelt wurden. Nur die 186 Verdächtigen konnten per Passwort auf die Seite zugreifen. Bei Durchsuchungen in ganz Italien seien in den vergangenen Wochen große Mengen belastendes Material gefunden worden.
Erfolg auch in Russland
Die russische Polizei hat einen Ring krimineller Hacker zerschlagen, der britische Wettbüros und Spielkasinos mit angedrohten Angriffen auf ihre Computersysteme erpresst hatte.
Die Hacker hätten in den Jahren 2003 und 2004 mehrfach die Server der Wettbüros und Kasinos lahm gelegt, teilte ein ranghoher Mitarbeiter des russischen Innenministeriums in Moskau mit. Anschließend hatten sie den Betroffenen mit erneuten Attacken gedroht, sollten diese nicht ein Lösegeld in Höhe von 40.000 Dollar über das Netz überweisen. Die russische Polizei ermittelte die Täter schließlich in den Städten Moskau, Sankt Petersburg, Astrachan und Balakowo. Es stellt sich heraus, dass sie sich im Internet kennengelernt hatten und sich persönlich nie begegnet waren.
Die Hackerangriffe auf ihre Server hätten den betroffenen Unternehmen einen Schaden von bis zu 200.000 Dollar täglich zufügen können. Ob tatsächlich Lösegelder an die Erpresser gezahlt wurden, teilte der russische Innenministeriumsvertreter nicht mit.

(Hayo Lücke)

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