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Kim Schmitz flüchtete in einen Panic Room

Bei der Festnahme von Kim Schmitz kamen nicht nur zwei Hubschrauber, sondern auch weiteres schweres Gerät zum Einsatz. Grund: diverse Sicherheitssperren mussten überwunden werden.

21.01.2012, 11:44 Uhr (Quelle: DPA)
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Der deutsche Internetunternehmer Kim Dotcom alias Kim Schmitz hat zunächst versucht sich mit Elektroniktricks der Festnahme in Neuseeland zu entziehen. Das berichtete die Polizei am Samstag, die Einzelheiten ihrer Razzia auf Dotcoms Anwesen in Coatesville nördlich von Auckland bekannt gab.

Doppelter Hubschraubereinsatz

Die Polizei sei mit zwei Hubschraubern eingeflogen, berichtete Ermittler Grant Wormald. Dotcom habe sich ins Haus zurückgezogen und alle Türen elektronisch verschlossen. "Während die Polizei diese Schlösser neutralisierte, verbarrikadierte er sich in einem speziellen Raum in dem Haus und Beamte mussten sich den Weg dorthin freischneiden", sagte Wormald. "In dem Raum angekommen fanden sie Dotcom in der Nähe einer Waffe, die wie ein verkürztes Gewehr aussah."

Bei der Razzia waren mehrere Luxuslimousinen, darunter ein Rolls Royce Phantom und ein Cadillac aus dem Jahr 1959, Gemälde und Kontounterlagen sichergestellt worden.

Dem 37-jährigen Gründer der aus dem Netz genommenen Datentausch-Plattform Megaupload werden in den USA unter anderem massive Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen. Die US-Behörden betreiben seine Auslieferung. Mit ihm sind sechs Mitarbeiter beschuldigt, darunter drei weitere Deutsche. Die Megaupload-Macher sollen mehr 175 Millionen Dollar illegal verdient haben.

(Hayo Lücke)

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