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Kim Dotcom: Löschung von Megaupload-Daten war "Datenmassaker"

Dotcom wettert via Twitter gegen eine niederländische Internetfirma, die unberechtigterweise Daten gelöscht haben soll. Das Unternehmen gibt hingegen an, korrekt gehandelt zu haben.

20.06.2013, 19:01 Uhr (Quelle: DPA)
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Die niederländische Hosting-Firma Leaseweb hat sich den Zorn des Internetunternehmers Kim Dotcom zugezogen. Das Unternehmen löschte Daten von Dotcoms geschlossenem Dienst Megaupload von seinen Servern.

"Ich bin den Tränen nahe"

Dotcom nannte den Vorgang ein "Datenmassaker". "Es tut mir so leid, dass Daten von Megaupload-Nutzern in Europa jetzt für immer verloren sind. Ich bin den Tränen nahe", schrieb er in seinem Twitter-Profil. Megaupload war im Januar 2012 wegen des Vorwurfs massiver Urheberrechtsverletzungen geschlossen worden.

Seitdem liefert sich Dotcom einen Rechtsstreit mit neuseeländischen und amerikanischen Behörden. Auf den Servern hätten sich persönliche Daten und entlastendes Material befunden, erklärte Dotcom via Twitter.

Leaseweb weist Vorwürfe zurück

LeaseWeb erklärte, man könne die Daten nicht ewig aufbewahren, ohne dass dafür bezahlt werde. "Ein Jahr lang hat niemand Interesse an den Servern gezeigt, also haben wir unsere Möglichkeiten abgewägt", schrieb ein Justiziar des Internet-Dienstleisters in einem Blogeintrag.

Megaupload sei im Voraus über die geplante Löschung informiert worden, habe aber nicht darauf reagiert. Die Inhalte der Server komplett zu löschen, bevor sie an einen neuen Kunden vermietet werden, sei die Standard-Prozedur zur Datensicherheit.

(Marcel Petritz)

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