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Keine Gnade für Edward Snowden - US-Regierung will trotzdem reden

Im Streit um die Zukunft von Computerspezialist Edward Snowden sind die USA für Gespräche offen, schließen einen Gnadenerlass für den ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter aber grundsätzlich aus.

24.01.2014, 08:00 Uhr (Quelle: DPA)
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Im Streit um die Zukunft von Computerspezialist Edward Snowden sind die USA für Gespräche offen, schließen einen Gnadenerlass für den ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter aber grundsätzlich aus.

"Das ginge zu weit"

Die US-Regierung wolle mit Snowden ins Gespräch kommen, sagte Justizminister Eric Holder gegenüber dem TV-Sender MSNBC. Der Sender stellte Teile des Interviews online, das am Donnerstag (Ortszeit) ausgestrahlt werden sollte. Eine Begnadigung für den in Russland gestrandeten Ex-Geheimdienstmitarbeiter "würde zu weit gehen", sagte Holder.

Die Zukunft Snowdens, der sich seit Juli des Vorjahres in Russland aufhält, ist nach wie vor ungewiss. Sein Asyl-Jahr läuft im Sommer aus. In den USA soll er als Geheimnisverräter vor Gericht gestellt werden. Bei einer Verurteilung droht ihm eine lange Haftstrafe. Anfang November hatten die USA ein Gnadengesuch Snowdens abgelehnt.

Am Donnerstag forderte Regierungssprecher Jay Carney ihn erneut auf, sich den Vorwürfen zu stellen. Mit seinen Enthüllungen hatte der Whistleblower im Vorjahr die Affäre rund um den Geheimdienst NSA losgetreten und weltweite Kritik an den USA ausgelöst.

(Hayo Lücke)

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