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Keine Annäherung bei Telekom-Tarifverhandlungen

Bei den Tarifverhandlungen über die Ausgliederung von etwa 50.000 Mitarbeitern der Deutschen Telekom hat sich am Dienstag zunächst keine Annäherung abgezeichnet. Die Gewerkschaft drohte dem ehemaligen Staatskonzern erneut mit Streiks.

24.04.2007, 15:01 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Bei den Tarifverhandlungen über die Ausgliederung von etwa 50.000 Mitarbeitern der Deutschen Telekom hat sich am Dienstag zunächst keine Annäherung abgezeichnet. Es sei nicht erkennbar, dass sich die Telekom auch nur ansatzweise bewege, sagte ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Die Tarifpartner waren am Dienstagmorgen zur womöglich entscheidenden Verhandlungsrunde im rheinland-pfälzischen Mayschoß zusammengekommen. Die Gewerkschaft drohte dem ehemaligen Staatskonzern erneut mit Streiks.
Streik-Urabstimmung möglich
Es seien keine Signale für einen Durchbruch erkennbar, sagte der Gewerkschaftssprecher weiter. Es seien lediglich "taktische Geplänkel" zu beobachten. Die Gespräche liefen am Dienstagnachmittag aber zunächst weiter. Im Vorfeld der neuen Runde war die Rede davon gewesen, die Verhandlungen am Mittwoch und möglicherweise sogar am Donnerstag fortzuführen.
Bei einem Abbruch der Gespräche könnte es zu einem Arbeitskampf kommen. Dann sei eine Urabstimmung über einen Streik möglich, sagte der Verdi-Sprecher. Die Telekom hatte im Vorfeld der neuen Gesprächsrunde Verhandlungsbereitschaft über Details der bislang erhobenen Forderungen signalisiert. Das Unternehmen sei kompromissbereit, sagte eine Konzernsprecherin. Die Deutsche Telekom sei bereit, über einzelne Komponenten zu sprechen.
Mehr Arbeit, weniger Lohn
Die Telekom will 50.000 Beschäftigte ab 1. Juli in drei Servicegesellschaften auslagern und ihre Löhne binnen zweieinhalb Jahren um zwölf Prozent senken. Zugleich soll die Wochenarbeitszeit von 34 auf 38 Stunden erhöht werden. Im Gegenzug bietet der ehemalige Staatskonzern einen Kündigungsschutz bis 2010. Verdi lehnt Gehaltskürzungen kategorisch ab, zeigt aber Entgegenkommen bei der Arbeitszeit.

(Denise Bergfeld)

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