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Kein frohes neues Jahr für Netbooks: Acer und Asus steigen aus

Tablets, Ultrabooks, Convertibles - diese Gerätereihen waren bezeichnend für das vergangene Jahr. Fast nichts zu hören war von den Netbooks. Laut "Digitimes" wollen nun auch Acer und Asus keine neuen Modelle mehr produzieren, womit sich die Netbooks vollständig verabschieden.

02.01.2013, 11:30 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Um diese Geräteklasse ist es schon länger still, sehr still, geworden: die Netbooks. Wer früher beherzt zum Günstig-Mini griff, surft nun offenbar lieber mit einem Tablet PC oder gleich einem stärkeren Notebook. Auch die Hersteller bringen kaum noch neue Modelle der zumeist mit einem 10-Zoll-Bildschirm bestückten Kompaktrechner auf den Markt, sie konzentrieren sich stattdessen auf Tablets und Ultrabooks. Acer und Asus, ehemals mit zahlreichen Netbooks vertreten, wollen die Produktion nun komplett einstellen, wie die Website "Digitimes" berichtet.

Durch andere Geräte verdrängt

Dem IT-Magazin zufolge, das wie Acer und Asus in Taiwan beheimatet ist, werden die beiden Unternehmen keine neuen Netbook-Rechner mehr herstellen. Asus habe angekündigt, die Eee-PC-Reihe mit dem gerade abgelaufenen Jahr enden zu lassen, während Acer keine Pläne habe, in diesem Jahr neue Mini-Laptops zu entwickeln. Damit ende nun auch offiziell der Netbook-Markt.

In Deutschland ist neben Acer und Asus noch Medion mit Netbooks vertreten. Der Essener Anbieter rüstete die Geräteklasse - wie seine Konkurrenten - zuletzt mit dem Intel Atom N2600 aus. Weiter aktualisiert hat Medion die Sparte aber nicht, das Akoya E1230 wurde im Februar vergangenen Jahres eingeführt und im September unverändert zum zweiten mal über die Aldi-Filialen angeboten.

Mehr Leistung zum ähnlichen Preis

Ende 2007 löste der Mini-Rechner Asus Eee PC mit 7-Zoll-Display einen Hype aus und legte den Grundstein für eine neue Kategorie, die der besonders günstigen und kompakten Laptops mit Intel Atom Prozessor. Großartig gewandelt haben sich die Netbooks im Laufe der Zeit nicht, nur leichte Verbesserungen wie ein HDMI-Ausgang oder ein Update von Single- auf Dual-Core-Prozessoren kamen hinzu. Daher war es eine Frage der Zeit, bis ein neuer Trend den alten ablöst. Durch AMDs günstige APUs sind mittlerweile auch größere Notebooks zum ähnlich niedrigen Preis zu haben, die mehr leisten können.

(Saskia Brintrup)

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