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"Kein Anschluss unter dieser Nummer" bei GMX

Update: GMX und 1&1 haben technische Probleme bei VoIP: unter bestimmten Umständen bleibt die erhaltene Rufnummer aus anderen Netzen unerreichbar.

22.06.2006, 14:33 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

"Die von Ihnen gewählte Rufnummer ist nicht vergeben" – das hört momentan so mancher, der versucht, eine Nummer zu erreichen, die zu einem GMX NetPhone Anschluss gehört. Unter bestimmten Umständen bleiben die vergebenen Ortsnetzrufnummern aus anderen Netzen unerreichbar. Während im eigenen VoIP-Netz keine Auswirkungen zu spüren sind, bleiben Anrufe aus Fest- oder Mobilfunknetz sowie aus den Netzen anderer VoIP-Anbieter wegen eines technischen Fehlers teilweise außen vor.
Ohne Rufnummer geht nix
Jan Oliver Höcker, Außendienstmitarbeiter in der Vermögensberatung, fiel der Fehler bereits Anfang Juni auf: wenn er seine GMX-Rufnummer aus Soest auf einen Festnetzanschluss in Frankfurt am Main umleitet, kommen Anrufe mit unterdrückter Nummer nicht mehr bei ihm an. Stattdessen erhalten die Anrufer die Ansage, dass die gewählte Rufnummer nicht vergeben sei. Das Problem tritt ebenso auf, wenn er die Rufnummer auf seine Handynummer umleitet. Wird die Nummer hingegen beim Anruf übertragen, kommen die Telefonate am Frankfurter Festnetzanschluss problemlos an. Innerhalb des GMX-Netzes besteht dieses Problem nicht: hier werden alle Anrufe an die gewünschte Rufnummer weitergeleitet, gleichgültig, ob die Übertragung der anrufenden Nummer unterdrückt wird oder nicht.
Lösung Ende Juni angekündigt
Für Höcker, der auch beruflich auf die Erreichbarkeit seiner Rufnummern angewiesen ist, ein unhaltbarer Zustand. Nachdem der erste Support-Auftrag des Kunden noch als "nicht nachvollziehbar" abgetan wurde, gaben die Münchener auf Anfrage von onlinekosten.de die technischen Schwierigkeiten nun zu: das Problem mit der Weiterleitung in Verbindung mit der Rufnummernunterdrückung sei bekannt. Jedoch könne man es leider nicht ohne die "Terminierer" lösen, an deren "Interoperabilität" scheitere es augenblicklich. Soll heißen: das Zusammenspiel mit den zusammenarbeitenden Telekommunikationsunternehmen bei der Weiterleitung von Anrufen mit eingeschalteter Rufnummernunterdrückung funktioniert nicht.
Von GMX heißt es, man arbeite gemeinsam an dem Problem und habe auch schon eine Lösung gefunden. Nach letzten Tests werde sie dann Ende Juni ins System implementiert. "Für den Kunden werden keine Änderungen an seinen Einstellungen notwendig", so ein GMX-Sprecher weiter. Bis dahin werden betroffene Kunden um Geduld gebeten.
Update 22. Juni 2006: 1&1 ebenfalls betroffen
Auch Kunden der 1&1 Internet AG sind von diesem Problem betroffen. Kundenschilderungen zufolge ist eine Rufumleitung auf eine andere 1&1-VoIP-Nummer kein Problem. Sobald die Weiterleitung aber ins Fest- oder Mobilfunknetz geht, laufen Anrufe mit unterdrückter Rufnummer ins Leere. Allerdings gibt es laut Aussage eines Betroffenen für Fritz!Box-Nutzer eine Übergangslösung: wird die Rufnummer direkt auf die Fritz!Box Fon gelegt und dort mit einer Wahlregel weitergeleitet, soll das Routingproblem vermeidbar sein. Dazu wird lediglich eingegeben, dass alle eingehenden Gespräche auf der VoIP-Nummer an eine beliebige Nummer weitergeleitet werden sollen. Die Rufweiterleitung übernimmt somit die Fritz!Box und das netzseitige Problem sollte umgangen sein.

(Aleksandra Leon)

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