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Kazaa: Ende der illegalen Tauschbörse

Der Rechtsstreit zwischen den Betreibern der Tauschbörse Kazaa und der Musikindustrie scheint beendet. Kazaa muss zahlen und erkauft sich Legalität.

27.07.2006, 16:46 Uhr
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Kazaa war jahrelang die Filesharing Plattform Nummer Eins. Das einst so populäre P2P-Angebot hatte weltweit riesige Nutzerzahlen. Bis zu 4,2 Millionen Teilnehmer waren gleichzeitig im Netzwerk angemeldet. Sie tauschten Musik, Filme und Software quer über die ganze Welt. Doch die Musik- und Plattenindustrie zwang den Giganten zur Kapitulation.
100 Millionen Dollar
Jahrelang zogen sich Rechsstreit und Gerichtsverhandlungen hin. Nun sollen sich die "Recording Industry Association of America" (RIAA) und der Musikindustrieverband IFPI mit den Tauschbörsenbetreibern "Sharman Networks" auf einen Vergleich geeinigt haben. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, muss Sharman Networks den Plattenfirmen Universal Music, Sony BMG, Warner Music und EMI insgesamt 100 Millionen Dollar zahlen.
"Kazaa hat einen schweren Preis für seine Tätigkeiten in der Vergangenheit gezahlt und wird nun zu einem Angebot mit legalen Inhalten werden", erklärte John Kennedy, Chef der IFPI. Die Betreiber von Sharman Networks planen, die Kazaa-Technologie weiterhin für die Verbreitung legaler Inhalte zu nutzen. Mit der Einigung sind weltweit alle mit Kazaa verbundenen Rechtsstreitigkeiten beigelegt.
Neuer Verbündeter der Musikindustrie
"Das ist das bestmögliche Ergebnis für Musikindustrie und Verbraucher", sagte Kennedy. Die Industrie habe einen neuen Geschäftspartner und die Verbraucher würden neue Wege erfahren, wie sie Musik mit mehr Auswahl online erleben können.

(Denise Bergfeld)

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