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Kaspersky-Studie: Immer mehr Malware-Attacken auf Android-Smartphones

Immer mehr nutzen Android-Smartphones - und werden zum reizvollen Ziel für die Malware-Schmieden. Eine von Kaspersky und Interpol durchgeführte Studie beweist: Die Zahl der Attacken ist im vergangenen Jahr auf das Sechsfache angestiegen.

22.10.2014, 18:01 Uhr
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Mehr als jeder zweite Angriff auf Android-Smartphones und Tablets zielt direkt auf den Geldbeutel der Besitzer. In zwei Prozent sind Bank-Trojaner im Spiel, die meisten kommen jedoch über SMS-Trojaner ins System. Und die Gefahr steigt: Offenbar wurden 2014 sechsmal mehr Android-Nutzer von Malware-Attacken heimgesucht als noch im Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer Studie hervor, die Sicherheits-Dienstleister Kaspersky gemeinsam mit der Polizeibehörde Interpol durchgeführt hat.

Trojaner verschickt teure SMS

Bei 588.000 Besitzern von mobilen Geräten mit AndroidBetriebssystem wurden Angriffe registriert. In erster Linie waren russische Anwender betroffen, aber auch in Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien sei laut Studie die Anzahl der Attacken deutlich gestiegen.

Malware-Mutanten fordern Virenjäger heraus

Etwa die Hälfte der Malware kommt als SMS-Trojaner und versendet von mobilen Geräten selbstständig und unbemerkt Nachrichten an kostenpflichtige Premium-Rufnummern. Kombiniert mit SMS-Trojanern können sie zur verheerenden Waffe werden und die Bankdaten der Anwender für Online-Banking erbeuten. Deutschland befindet sich mit Platz 9 wieder in den Top 10 der am stärksten betroffenen Länder.

Ebenso im Trend sind Malware-Mutanten unter den Bank-Trojanern. Hatte Kaspersky im August 2013 noch 423 Mal modifizierte Original-Schadware registriert, waren es im Juli 2014 schon 5.967 – der 14-fache Wert. Dahinter steht der Versuch, mit veränderter Malware die Sicherheitslösungen wie Antivir und Co auszutricksen, die immer mehr Handy-Besitzer zum Schutz installiert haben.

(Dorothee Monreal)

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