Security

Kaspersky: Die meisten Web-Attacken laufen über Deutschland

22,43 Prozent der Angriffe weltweit auf Rechner mit Anti-Viren-Software von Kaspersky liefen im zweiten Quartal 2014 über Deutschland. Das sind fast 12 Prozentpunkte mehr als in den Vormonaten.

13.08.2014, 11:16 Uhr
Sky © Sky Deutschland

22,43 Prozent der Angriffe weltweit auf Rechner mit Anti-Viren-Software von Kaspersky liefen im zweiten Quartal 2014 über Deutschland. Das sind fast 12 Prozentpunkte mehr als in den Vormonaten. Als Opfer solcher Attacken sind deutsche Nutzer allerdings nur einem mittelgroßen Risiko ausgesetzt.

354,5 Millionen Angriffe verhindert

Dies sind die Ergebnisse der "Cybersecurity-Trends", die der Anti-Viren-Spezialist Kaspersky Lab für das zweite Quartal vorgelegt hat. Weltweit wurden zwischen April und Juni 354,5 Millionen Angriffe über das Web verhindert. Das ist ein Plus von 1,3 Millionen Angriffe im Vergleich zum ersten Quartal.

Direkt hinter Deutschland liegen die USA als Ursprungsland von Internet-Angriffen mit 21,92 Prozent sowie die Niederlande mit 13,71 Prozent. Gemessen am Infektionsrisiko liegen deutsche Nutzer der Kaspersky-Software weltweit auf Rang 23.

Angriffe auf Android und iOS

Vor allem steigt die Gefahr einer Infektion der mobilen Geräte mit einem Trojaner. Bis Ende März konnte Kaspersky Lab knapp 300.000 mobile Schädlinge identifizieren. Im Zeitraum von April bis Juni kamen 65.000 weitere hinzu.

Die meisten mobilen Schadprogramme haben es auf Android abgesehen. Allerdings wurde im Mai auch eine Ransomware-Attacke auf Apple-IDs gestartet. Dabei konnten die iOS-Geräte komplett blockiert werden, um dann Geld zur Entsperrung zu fordern.

Mikrofon des iPhones einschalten

In einer weiteren Kaspersky-Analyse wurde die Software "Remote Control System" (RCS, auch Galileo genannt) des italienischen Herstellers HackingTeam untersucht. Wichtiger Bestandteil von RCS waren bislang noch unbekannte mobile Trojaner für die Betriebssysteme Android, iOS, Windows Mobile und Blackberry.

So ermöglicht das iOS-Modul dem Angreifer, auf Gerätedaten zuzugreifen, das Mikrofon heimlich zu aktivieren sowie Bilder mit der Gerätekamera zu erstellen.

"Das erste Halbjahr 2014 hat gezeigt, dass die Verschlüsselung von Nutzerdaten auf Smartphones immer weiter zunimmt. Cyberkriminelle übertragen Methoden, mit denen sie bereits im PC-Bereich erfolgreich Geld verdienen konnten, auf den mobilen Bereich", so Alexander Gostev, Chief Security Expert, Global Research and Analysis Team bei Kaspersky Lab.

(Peter Giesecke)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang